Mietwagen

Umweltzone, Deutschland

zurück Startseite Inhalt
zurück Mietwagen Index
Umweltzone, Deutschland
+ einfach zu erkennen, Umweltplakette in allen Städten gültig, Mietwagen im Prinzip nicht betroffen
– kein Nutzen für die Umwelt, „Enteignung“ Besitzer alter Fahrzeuge, Kosten insgesamt

Die Umweltzonen wurden in vielen deutschen Städten eingerichtet, wenn man mit einen in Deutschland zugelassenen Mietwagen unterwegs ist braucht man wahrscheinlich nichts zu beachten. Die Fahrzeuge sind fast immer jünger als ein Jahr und haben die vorgeschriebene Umweltplakette. Besitzer alter Fahrzeuge wurden im Prinzip von der Regierung „Enteignet“ da ein Fahrverbot in den Umweltzonen verhängt wurde. 12 000 Millionen € geschätze Gesamtkosten für NULL Luftverbesserung, alle Tipps und Hinweise übersichtlich der Reihe nach.

Informationen

Die Umweltzonen wurden in vielen deutschen Städten eingerichtet, die größte Umweltzone ist seit dem 1.Juli 2014 das Ruhrgebiet, dort sind allerdings die Autobahnen ausgenommen. Eine schöne Zusammenfassung der wichtigsten Informationen findet man bei wiki voyage.
https://de.wikivoyage.org/wiki/Umweltzonen

Verkehrsschild

Umweltzone, Deutschland, Verkehrsschild Beginn Umweltzone im Ruhrgebiet 2014
Verkehrsschild Beginn Umweltzone im Ruhrgebiet 2014

Der Schilderwald ist in Deutschland schon sehr dicht, trotzdem passen immer noch neue hinzu, gerade im Ruhrgebiet eine Farce an jeder Autobahnauf– und Autobahnabfahrt mehrere Schilder aufzustellen.

Plakette

Umweltzone, Deutschland, Plakette am Fahrzeug Windschutzscheibe unten rechts
Plakette am Fahrzeug Windschutzscheibe unten rechts

Die im besten Fall grüne Plakette bekommen Diesel ab Euro 4 und Benziner mit geregeltem Katalysator. Eine Einführung eine blauen Plakette ist in Planung, die würden Dieselfahrzeuge nur bekommen wenn sie die Euro 6 Norm einhalten.

Preis

6,40 € kostet eine Plakette bei der Kraftfahrzeugzulassungsbehörde der Stadt Hannover, Stand 2014.

Ausnahmen

Keine Umweltplakette brauchen Fahrzeuge zum Schwerbehinderten Transport, Krankenwagen, Arztwagen, Fahrzeuge der Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Reinigungsfahrzeuge, Oldtimer mit (H-)Kennzeichen, Landwirtschaftliche Fahrzeuge, Arbeitsmaschinen, Diplomatenfahrzeuge, Mopeds und Motorräder.

Umweltzonen Ausnahmebewilligung

Die deutsche Bürokratie bietet immerhin die Möglichkeit eine Umweltzonen Ausnahmebewilligung zu stellen, in Hannover kann man bei den Bürgerämtern einen Antrag stellen. Die Genehmigung ist dann für bis zu 7 Tage gültig und kostet 12,– € für PKW und 24,– € für LKW. Eine längere Ausnahme ist für 100,– € für PKW und 200,– € für LKW zu bekommen. Die Preise sind vom Oktober 2014 und natürlich ohne Gewähr.

„Enteignung“

Die Fahrzeuge die keine grüne Plakette bekommen, aber bei der Zulassung alle Vorschriften erfüllt hatten können ohne Nachrüstung nicht mehr genutzt werden. Ich bin der Meinung, das dies einer „Enteignung“ gleich kommt. Das Widerrufen einer Betriebserlaubnis ist wohl juristisch wesentlich schwieriger als so eine Verbotszone einzurichten, da haben die Politker und Lobbyisten ganze Arbeit geleistet.

Umrüstung

Die Fahrzeuge, die die Anforderungen nicht erfüllen können teilweise umgerüstet werden. Die deutschen Premiumhersteller wie Mercedes oder Volkswagen hatten noch lange Zeit Fahrzeuge ab Werk serienmäßig OHNE Rußpartikelfilter ausgeliefert, obwohl schon abzusehen war, das die Fahrzeuge bald nur noch eingeschränkt zu nutzen sind. Die französischen Hersteller wie Peugeot oder Citroën hatten die Technik freiwillig eingeführt und die Autos können so bis zum normalen Ende der Lebenszeit welche wohl bei 15 Jahren / 300 000 Kilometern liegen dürfte genutzt werden.

Nutzen für die Umwelt

Es gibt keinen nachgewiesenen Nutzen für die Umwelt, das war wohl auch von vorne herein klar. Eine Straßenbahn / Tram die beim Bremsen teilweise Sand vor die Stahlräder streut verursacht Feinstaub ohne Ende. Der gesamte Bahnverkehr der Deutschen Bundesbahn ist von der Regelung ausgenommen, Diesellokomotiven die Züge im Hauptbahnhof rangieren dürfen ohne Dieserußpartikelfilter 24 Stunden am Tag fahren.

Diesel

Die Diesel Ära geht in Europa langsam zu Ende, viele Städte planen Fahrzeuge mit dem Motor komplett von der Innenstadt auszusperren. Das ist nicht übertrieben denn die Feinstaubbelastung, Rußpartikel trotz eingebauter Filter und der NO2 Stickstoffdioxidausstoß ist beachtlich. Die im Jahr 2017 amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel meinte im März 2017 noch das dieser Motorentyp sogar besser für die Umwelt sei. Der Antrieb wäre umweltfreundlich, angeblich wäre der Kohlendioxid CO2 Ausstoß gering, das ist eine unwahre Behauptung, es gibt viele Fahrzeuge mit Benzinmotor die einen geringen CO2 Ausstoß haben. Es ist zu vermuten das Dieselfahrzeuge in naher Zukunft auf dem Gebrauchtwagenmarkt kaum nachgefragt werden und der Wertverlust hoch sein wird. Es besteht immer die Möglichkeit die Bundeskanzlerin auf ihrer Aussagen bei der Wahlveranstaltung der CDU im saarländischen St Wendel zu erinnern. Es handelt sich aber nur um die Meinung der Frau und somit gibt es keinen Anspruch auf Schadenersatz, sollte es Probleme mit dem Zugang der Dieselfahrzeuge in Innenstädte geben. Ich vermute Frau Merkel hat noch nie diese schwarzen Rauchwolken aus den Auspuffanlagen von Dieselfahrzeugen gesehen, das kann jeder Laie erkennen und selbst ohne Meßgerät einen erhöhten Schadstoffausstoß feststellen.
Die Bundeskanzlerin sagte Mitte August 2017 dass sie langfristig ein Verbot von Autos mit Verbrennungsmotoren befürwortet, natürlich ohne Angabe einer Jahreszahl. Eine erstaunliche Wende den nach ihrer Meinung so umweltfreundlichen Diesel Motor zu verbieten...

Audi Diesel Fahrzeuge

Die Premiummarke im Volkswagenkonzern wirbt gerne mit „Vorsprung durch Technik“, richtig wäre eher das hier “Vorsprug durch Betrug“ mit Manipulationen erreicht wurde. Audi Manager wussten seit über 7 Jahren von den Systemen die Abgaswerte manipulieren konnten. Im Juli 2017 wurde großspurig angeküdigt 850 000 Autos freiwillig und kostenlos nachzurüsten. Der zu hohe Stickoxidausstoß könnte allein durch ein Softwareupdate realisiert werden.

Mercedes-Benz Diesel Fahrzeuge

Der Werbespruch von dem Unternehmen lautete „Das Beste oder nichts“, das gilt vermutlich nicht für über eine Million Fahrzeuge bei denen die Abgasmessungen vermutlich manipuliert wurden. Eine Nachrüstung wurde 2016 schon bei 247 000 Fahrzeugen in Deutschland nach Verhandlungen mit dem Bundesverkehrsminister vorgenommen. Die Untersuchungen der von 2008 bis 2016 in Europa und den USA verkauften Fahrzeuge ist nicht abgeschlossen, es gilt die Unschuldsvermutung! Im Juli 2017 gab es erneut Vorwürfe wonach die Motorenbaureihen OM642 und OM651 eine illegale Software haben sollen. Der nicht durch die Auto Lobby zu beinflussende CSU Verkehrsminister Dobrindt hatte die Daimler Vertreter eingeladen. Ich vermute es gibt keine illegale Software sondern nur legale Abschaltungen der Abgasreinigung in bestimmten Umgebungstemperaturbereichen, die „Thermofenster“ sind legal um den Motor zu schützen. Das die Fahrzeuge dann im Betrieb auf der Straße wesentlich mehr Stickoxid ausstoßen als auf dem Prüfstand ist von der Politik so gewollt.

Volkswagen Diesel Fahrzeuge

DIe umweltfreundlichen Diesel Fahrzeuge gab es nur auf dem Papier, im September 2015 hatte Volkswagen zugegeben bei über 11 Millionen Diesel Fahrzeugen weltweit vorsätzlich die Abgasreinigung manipuliert zu haben.

Diesel Stickoxide

Die vermutlich 13,1 Millionen Tonnen Stickoxide die durch Dieselfahrzeuge weltweit ausgestoßen werden sind für vermutlich 38 000 Todesfälle weltweit pro Jahr verantwortlich. Die Stickoxide werden bei starker Sonneneinstrahlung in bodennahes Ozon umgewandelt, hinzu kommen immer die feinen Rußpartikel die so klein sind das sie in der Lunge bleiben. Lastwagen und Busse fahren fast ausschließlich mit Dieselmotoren und sind auch wegen den hohen Fahrleistungen die größten Verschmutzer.

Kartell Vorwürfe

Es gab im Juli 2017 Vorwürfe das Audi, BMW, Mercedes-Benz, Porsche und Volkswagen sich seit mehr als 10 Jahren über die Abgasbehandlung abgesprochen hatten. Das gemeinsame Ziel war es die Kosten niedrig zu halten und die Größe des Adblue Tanks zu limitieren. Es ist klar das alle Beteiligten davon profitieren wenn man sich in dem Punkt keinen Wettbewerb leistet. Es gab im Juli 2017 noch keine Beweise oder sogar Strafen vom Kartellamt, somit gilt die Unschuldsvermutung.

Stilllegung Dieselfahrzeuge

Die EU Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska forderte im Juli 2017 alle manipulierten und nicht umgerüsteten Diesel Fahrzeuge stillzulegen, das macht Sinn denn die Betriebserlaubnis ist ja im Prinzip automatisch erloschen da die Fahrzeuge nicht die Abgasnorm erfüllten.

Abschaffung der Umweltzonen

Im Oktober 2014 war zu lesen, das die Präsidentin des Umweltbundesamtes Maria Krautzberger anzweifelte, das die Umweltzonen nicht zur Verringerung der Belastung mit Feinstaub in den Innenstädten beitragen. Eine Abschaffung der Umweltzonen in 60 deutschen Städten kann nur das Bundesverkehrsministerium veranlassen, ein meiner Meinung nach überfälliger Schritt.

Klagen gegen Städte

Die von der Europäischen Union vorgegebenen Grenzwerte können trotz der Umweltzonen nicht eingehalten werden. Die Städte reagieren mit Tatenlosigkeit und nehmen es zur Kenntnis das geltene Gesetze gebrochen werden. Die einzigste Möglichkeit wäre ein Fahrverbot innerhalb der Zonen um die Grenzwerte einzuhalten. Es ist ein typisches Beispiel für den meiner Meinung nach totalitären Unrechtsstaat BRD der noch nicht einmal die selbst erstellen Auflagen erfüllt. Es gibt zum Glück die Deutsche Umwelthilfe e.V. und andere Naturschutzverbände die schon 29 Großstädte verklagt haben, leider kenne ich keine Erfolgsmeldungen.
http://www.duh.de

Fazit

Die Umweltzone ist das perfekte Beispiel wie Deutschland funktioniert, Wünsche der Bevölkerung nach besserer Luft, Wünsche der Bevölkerung nach Mobilität, Wünsche der Industrie nach mehr Umsatz, Wünsche der Bürokratie nach mehr Arbeit, Wünsche der Juristen nach mehr Arbeit, Wünsche der Prüfanstalten DEKRA / TÜV nach mehr Arbeit, alles konnte erfüllt werden, Kosten circa 12 Milliarden € zu zahlen von der Allgemeinheit durch Steuergelder und Gebühren finanziert.