Poio |
Monasterio de Poio |
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+ Lage, Öffnungszeiten, niedriger Eintritt, Museum, Geschichte, Übernachtung in der Herberge, kostenlose Parkplätze – kaum Informationen auf Englisch oder Deutsch, Website etwas unübersichtlich Das Kloster von Poio genauer gesagt „Mosteiro de San Xoán de Poio“ oder „Monasterio de San Juan de Poio“ ist eine große Anlage mit mehreren Gebäuden, einer Kirche, einem Museum und einer Herberge. Es steht seit 1971 unter Denkmalschutz und bietet eine der größten Klosterbibliotheken Spaniens mit über 100 000 Bänden und dem kleinsten Buch der Welt. Die Versorgung war frührer mit einem monumentalen Getreidespeicher, ich hatte mir die beeindruckenden Gebäude im August 2026 angesehen und hoffe meine Tipps und Hinweise sind hilfreich. Information![]() Monasterio de Poio, Poio, Informationstafel mit Luftbildaufnahme Die offizielle Website im Internet gibt es nur in einer spanischen Sprachversion, es gibt leider keine englische oder gar deutsche Ausgabe. Die Tourismuswebsite der Region hat ebenfalls nur eine spanische Version, mit geringen Sprachkenntnissen erfährt man aber alles wichtige zum Besuch. Die Informationstafel hat neben den Texten auf Galicisch und Spanisch auch eine schöne Luftbildaufnahme der insgesamt 40 000 m² großen Anlage. https://turismopoio.com GeschichteDie Ursprünge gehen in das Jahr 942 zurück, die Gründung wird dem Heiligen Fructuosus von Braga im 7. Jahrhundert zugeschrieben. Die Geschichte im Laufe der Jahrhunderte war wechselhaft, heute gibt es noch eine kleine Gemeinschaft von Mercedarier Mönchen.Lage![]() Monasterio de Poio, Poio, Vorplatz, Rúa do Convento, 36995 Poio Die Monasterio de Poio befindet sich nut gut 4 Kilometer von Pontevedra entfernt auf einer Anhöhe mit einem wunderschönen Meerblick. Der Blick zum Meer ist vom Vorplatz leider durch Bäume und Gärten etwas eingeschränkt, aber vom Haus aus uneingeschränkt. Der große Vorplatz hat Bäume die Schatten spenden und Tische und Bänke aus massiven Stein laden zum Verweilen ein. Das Gelände rund um die Gebäude ist frei zugänglich, man kann einen kleinen Spaziergang machen. Die Karte von Open Street Map hat die Gebäude und viele Details der Umgebung eingetragen. https://www.openstreetmap.org AnreiseDie Anreise mit dem Auto oder Motorrad ist denkbar einfach, das TomTom Go Classic Lite 2nd Generation hat das Sonderziel „Hospederia Monasterio de Poio“ mit der Anschrift Travesía del Muiño, 36995 Poio gespeichert. Die Parkplätze sind ausgeschildert und kostenlos, ich hatte „unterhalb“ der Herberge geparkt und bin den recht steilen Weg zu Fuß nach oben gegangen.ÖffnungszeitenDie Öffnungszeiten sind Montag bis Samstag von 10:00 Uhr – 13:00 Uhr und 16:30 Uhr – 19:30 Uhr, Sonntag 16:30 Uhr – 19:30 Uhr.Preis3,50 € bezahlt hatte ich mit Bargeld, die Kirche ist frei zugänglich.Kirche
Die Architektur der Kirche ist im vollendeten Barockstil des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts gehalten, es gibt aber auch ältere Elemente aus der Renaissance. Die Kirche ist frei zugänglich und natürlich eine Besichtigung wert. MuseumDer Eingang befindet sich links neben der Kirche, dort gibt es einen Warteraum mit den Informationen zum Eintrittspreis und den den Öffnungszeiten, sogar auf Englisch und Französisch.Innenhof![]() Monasterio de Poio, Poio, Kloster Innenhof mit Brunnen Der Rundgang fängt mit den Kreuzgängen an, wie üblich gibt es dadurch einen schönen Innenhof und hier mit einem Brunnen im Stil eines portugiesischen „Chafariz“. ![]() Monasterio de Poio, Poio, Kreuzgang im Innenhof Der Kreuzgang der Prozessionen stammt aus dem späten 16. Jahrhundert er ist im Renaissancestil und wurde vom Architekten Mateo López erbaut. Mosaikwand![]() Monasterio de Poio, Poio, Mosaikwand des Jakobswegs Der andere Kreuzgang ist der „PorterĂa“ oder „Naranjos“ Kreuzgang aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, hier ist ein Mosaik des Jakobswegs an den Wänden zu sehen. Es wurde zwischen 1989 und 1992 nach einem Entwurf des tschechischen Künstlers Antoine Machourek erstellt. Museum![]() Monasterio de Poio, Poio, Gewölbe Ausstellungsraum Die Ausstellungsräume in den Gewölben zeigen viele kirchlichen Gestände und Gemälde, die Atmosphäre passt natürlich hervorragend. Gemälde![]() Monasterio de Poio, Poio, San Serapio 1240 in Afrika Dieses Gemälde von einem unbekannten Künstler aus dem XVIII. Jahrhundert zeigt den heiligen Serapio der ursprünglich aus Irland stammte. Er wollte den christlichen Glauben verteidigen und machte sich auf Afrika zu bekehren, bei einer dieser Gelegenheiten wurde 1240 vom Sultan von Algier als Geisel genommen und gemartert, indem man ihn an ein Kreuz nagelte und auch noch eine Arm und ein Bein abhackte. Die Geschichte ist auch auf Wikipedia nachzulesen, es war der erste Märtyrer vom Mercedarier Orden. https://de.wikipedia.org/wiki/Serapion_(Mönch) Klosterbibliothek![]() Monasterio de Poio, Poio, kleinstes Buch der Welt Die Klosterbibliothek ist einer der größten in Spanien, leider gibt es die Originalräume die man auf der Website sehen kann nicht zur Besichtigung. Es sind aber viele Bücher ausgestellt auch eine Ausgabe vom kleinsten Buch der Welt „Vaterunser“ mit den Maßen 3,5 mm × 3,5 mm Seitenmaße und 5 mm × 5 mm mit dem Einband, man kann es auch im Internet für nur 32,– € plus Versandkosten bei der Gutenbergstiftung bestellen. https://www.gutenberg-shop.de Herberge Hospedería![]() Monasterio de Poio, Poio, Innenhof zum Zugang der Herberge Die Herberge bietet einfache Zimmer mit dunklen massiven Holzmöblen, Fliesenboden und weißen Wänden. Die Galerie zeigt einige Räume, es gibt auch eine Möglichkeit der Buchungsanfrage direkt auf der Website. Die Preise sind je nach Saison niedrig bis sehr niedrig. Es gibt einen Eingang rechts neben der Kirche oder durch den Innenhof auf der Rückseite. GetreidespeicherDas beeindruckende Bauwerk des Getreidespeichers hat eine Länge von 123 Metern, es befindet sich im Obst– und Gemüsegarten, die Selbstversorgung war extrem wichtig.KontaktTelefon +34 986 770 000 HerbergeTelefon +34 986 770 244 allgemeine Anfragen e–mail hospederia@monasteriodepoio.es AdresseMonasterio de PoioRúa do Convento s/n 36995 Poio Spanien Internethttps://monasteriodepoio.esFazitDieses Kloster ist sehenswert, man macht hier wirklich eine Zeitreise durch die Jahrhunderte. Ich versuche mir das Mittelalter ohne Strom, Licht, Heizung und Dusche vorzustellen wenn ich solche Anlagen besichtige. Das Leben war auf jeden Fall schwieriger und mit wenig Komfort. Ein Buch zu besitzen und die Fähigkeit überhaupt lesen zu können war in der Zeit nur wenigen Menschen vorbehalten, welche Auswirkung das hatte kann man nur erahnen. Die aktuelle Zeit mit zunehmender Zensur oder Verstecken von Informationen führt aber wieder in die Richtung. Der Ort regt zum Nachdenken an, oder man marschiert einfach so durch. |
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