Linux™ Betriebssystem

Ubuntu® 12.04 LTS

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Ubuntu 12.04 LTS, Linux Betriebssystem
+ kostenlos, sicher, schnell, stabil, geringer Platzbedarf, einfache Installation, Support im Internet gratis
– setzt Computerkenntnisse voraus, bei Schwierigkeiten etwas problematisch, Hilfefunktion fast nutzlos, höhere Hardwareanforderungen

Precise Pangolin also akkurates Schuppentier nennt sich die Version 12.04 LTS von Ubuntu®. Warum ein Schuppentier präzise sein soll verstehe ich nicht, da ich aber mit der letzten LTS Version gute Erfahrungen gemacht hatte bin ich auf die neue Version, die volle 5 Jahre Unterstützung findet umgestiegen. LTS steht für Long Term Support und 12.04 steht für Jahr und Monat der Version. Der Fortschritt ist zu spüren, vieles geht jetzt schneller und die grafische Oberfläche sieht jetzt bunter und je nach Geschmack hübscher aus. Wer Zeit investiert wird mit einem recht guten und kostenlosen Betriebssystem belohnt.

Achtung aktuelle Version 15.10

Ubuntu 15.10, Startbildschirm / DesktopIm Herbst 2015 erschien die Version 15.10 von Linux™ Ubuntu®, das kostenlose Betriebssystem wurde kaum verändert, nur aktualisiert. Open Office 5.0, Firefox 42.0, Thunderbird 38.3 und Enigmail zur Verschlüsselung von e–mails sind auf dem Stand der Technik. Die Installation geht in wenigen einfachen Schritten, ich hoffe die Screen Shots und Hinweise dazu sind hilfreich, wer eine Alternative zum beliebten Windows® 10 sucht ist hier richtig. Ich nutze Ubuntu® schon seit 2009 und hoffe meine Tipps und Hinweise sind hifreich, hier der komplette Ubuntu® 15.10 Bericht.

Download

Die aktuelle Version kann man sich kostenlos im Internet auf www.ubuntu.com herunterladen. Die Version ist mit Jahr und Monat bezeichnet. 12.04 bedeutet also 2012 Ausgabe April. Es kommt fast jedes halbe Jahr eine neue Version heraus, der Zusatz LTS steht für Long Term Support also eine längere Unterstützung dieser Version. Es gibt für diese Version 5 Jahre lang Updates und Sicherheitsaktualisierungen. Der Download im Frühjahr 2012 war „ubuntu-12.04-desktop-i386.iso“ mit einer Größe von 701 MB. Ich würde eigentlich immer nur die LTS Versionen empfehlen, da die ständig aktualisiert werden und somit auch auf neuem Stand sind. Canonical Ltd. Ubuntu and Canonical are registered trademarks of Canonical Ltd. Linux is a registered trademark of Linus Torvalds.
http://www.ubuntu.com

Brennen der CD mit Windows® PC

Die heruntergeladene Datei kann man unter Windows® XP mit dem Programm Nero Express 6 auf eine 700 MB große CD brennen. Nero Express fragt beim Start „Was möchten Sie brennen?“ Die Auswahl fällt auf Disk Image oder gespeichertes Projekt, hier wählt man dann die Datei ubuntu–12.04.1–desktop–i386.iso aus. Der Vorgang dauert mit vergleichen der Daten nur 6 Minuten.

Brennen der CD mit Linux™ Ubuntu® PC

Wenn man schon einen PC mit Linux™ Ubuntu® 12.04 LTS hat kann man die CD / DVD ganz einfach mit dem Programm Brasero erstellen, hier ein Überblick der einzelnen Schritte.

– Starten über die Dash Startseite Brasero eingeben.
– Ein neues Projekt erstellen: Abbild brennen> Ein CD/DVD Abbild auf eine CD/DVD brennen.
– Auswählen Abbild zum Brennen: ubuntu–14.04–desktop–amd64.iso > Auswählen beschreibene CD/DVD z.B. Leere DVD+R 3,7 GB freier Speicherplatz
– Optional kann man noch die Brenngeschwindigkeit einstellen oder das Temporäre Dateien Verzeichnis ändern, Standard sind Max. Geschwindigkeit und /tmp. Diese Einstellungen sind optimal, weiter mit „Brennen“
– Die DVD wird gebrannt und nach ein paar Minuten erhält man die Meldung „Das Abbild wurde erfolgreich auf DVD gebrannt“ weiter mit „Schließen“

Die DVD ist natürlich boot fähig und man kann die neuste Version von der DVD aus ausprobieren oder installieren.

Ubuntu® auf USB Stick

Eine Alternative ist einen mindestens 2 GB großen USB Stick zu nehmen und die ISO Datei hierauf zu übertragen. Das hat gleich mehrere Vorteile: so kann man PC oder Netbook ohne CD/DVD Laufwerk ebenfalls nutzen und es geht schneller als eine CD zu brennen. Ich beschreibe den Vorgang von einem laufenden Ubuntu 10.04 heraus.

1. Das Programm GParted muss über die Synaptic Paketverwaltung installiert werden.
2. GParted als Root mit dem Terminal starten: sudo gparted
3. Den USB Stick auswählen, eventuell noch aushängen, dann mit Partition > Formatieren als FAT32 formatieren. Nach dem Formatieren die Partition markieren und mit Partition > Markierungen > boot hinzufügen. Nach dem Ausführen den Stick abziehen und wieder einstecken.
4. Mit dem Programm Startmedienersteller und System > Systemsteuerung die ISO Datei und den zu beschreiben USB Stick auswählen. Das war es schon, man kann dann direkt vom USB Stick aus starten und eine Ubuntu® Version ausprobieren oder installieren.

DVD Version

Wenn man keine Lust hat den Download zu machen und die CD/DVD zu brennen kann man sich auch eine DVD kaufen. Die PC Welt LINUX mit Heft CD kostet 7,99 € bietet aber viel auf der DVD und sehr nützliche Informationen zum Betriebssystem.
http://www.pcwelt.de

Komplett PC mit Linux™ Ubuntu®

Es gibt natürlich auch viele Anbieter die einen Komplett PC mit installiertem Linux™ Ubuntu® anbieten. Da hat man dann die 100 % Sicherheit das alle Komponenten wirklich passen. Ein großes Angebot an PC, Notebook und Zubehör findet man bei Tuxedo, einem Linux Online Shop, die Geräte werden alle auf Bestellung gebaut und lassen sich so den persönlichen Wünschen anpassen.
http://www.linux-onlineshop.de

Hardware Voraussetzungen Vorbereitung

Der Windows® PC muss zum Ausprobieren nur vom CD / DVD Laufwerk oder USB Stick starten, das reicht um Ubuntu® ohne Installation zu starten und auszuprobieren. Die Hardwareanforderungen sind relativ gering, der PC sollte aber nicht sehr leistungsschwach sein und auch gut 1 GB Arbeitsspeicher haben. Eine auf dem Mainboard intergrierte Grafikkarte funktioniert zwar macht aber Probleme mit der Notfall CD, dort geht startx nicht. Ich habe extra eine PCI–E Karte von MSI NX 6600LE–TD 256 MB nachgerüstet. Die gebrauchte Karte hat auf ebay™ inklusive Versand 10,– € gekostet. Der Kernel Linux 3.2.0–24–generic–pae braucht mehr Prozessorleistung als der Kernel Linux 2.6.32–41–generic der bei Ubuntu 10.04 verwendet wurde.

Windows® XP

Linux UbuntuMicrosoft® stellte am 8. April 2014 die Unterstützung für Windows® XP ein, ich bin schon 2009 auf Linux™ Ubuntu® umgestiegen. Die Umstellung hat auch Ende August 2014 nicht bei allen Internet Nutzern funktioniert, noch gut 5 % der Besucher dieser Website nutzen den Klassiker Windows® XP von Microsoft® noch.

Installation

Die Installation braucht eine freie erweiterte Partition auf der Festplatte, es müssen mindestens 4,4 GB freier Festplattenspeicher vorhanden sein. Die Kombinationsmöglichkeiten sind unbegrenzt, meine Beschreibung bezieht sich auf eine Parallelinstallation mit Windows® XP. Erst wird Windows® XP in einer primären Partition installiert, weitere logische Laufwerke für Windows kann man in der erweiterten Partition anlegen, den Rest der Festplatte läßt man einfach frei für Ubuntu.
Man startet den PC vom USB Stick und der Rechner startet ganz normal Ubunutu®, auf dem Desktop findet man den das Icon für Install Ubuntu® 12.04 LTS. Als nächstes wählt man die Sprache aus, danach Software von Drittanbietern installieren aktivieren. Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Installationsart – hier „Etwas Anderes“ auswählen um die Partitionen selbst anzulegen oder deren Größe zu ändern.

Aufteilung der Festplatte

Ubuntu 12.04 LTS, Erstellen einer Partition
Ubuntu 12.04 LTS, Erstellen einer Partition

Die perfekte Aufteilung der Festplatte hängt von der Größe ab und was man mit dem System machen möchte. Ich denke meine Einteilung wäre für viele Nutzer optimal. Es empfiehlt sich mindestens vier Partitionen anzulegen, alle sind vom Typ her „Logisch“ und können in einer erweiterten Partition liegen. Es gibt viele verschiedene Dateisysteme wie Ext4, Ext3, Ext2, ReiserFS, btrfs, JFS, XFS, FAT16 oder FAT32. Ich nehme Ext3, da dieses System von partimage, einer Backup Software, unterstützt wird. Wenn man eine Partition haben möchte auf der Windows zugreifen kann sollte man eine FAT32 einrichten. Die Größe von der Swap Auslagerungsdatei reicht mit 1000 MB völlig aus, die / Root Partition für das Betriebssystem sollte 10 000 MB groß sein. Die Position sollte am Anfang gewählt werden z.B. in folgender Reihenfolge.


LaufwerkVerwendungEinhängepunktGröße
/dev/sda7swap 1000 MB
/dev/sda8ext3/10000 MB
/dev/sda9ext3/home600000 MB
/dev/sda10ext3/backup169000 MB

Eine Alternative ist es mehrere Ubuntu Versionen auf einer Festplatte zu installieren, das hat den Vorteil das man bei einer neuen Version immmer noch auf die alte zurückgreifen kann und so immer eine sichere funktionierende Version hat. Hier ein Beispiel mit weiteren Aufteilungen mit ext4 Partitionen die mit Clonezilla gesichert werden können.

LaufwerkVerwendungEinhängepunktGröße
/dev/sda11swap 2000 MB
/dev/sda12ext4/10000 MB
/dev/sda13ext4/home300000 MB

Die festgelegten Partitionen werden angelegt und formatiert, danach geht es mit der Zeitzonenauswahl, der Tastaturbelegung, der Eingabe vom Vornamen und Nachnamen, Name des Rechners, Benutzernamen und Passwort weiter. Das Passwort würde ich 4 bis 6 stellig halten da man es später immer bei der Anmeldung und bei Änderungen im System eingeben muss. Den Namen vom Rechner würde ich auch kurz halten, der Benutzername könnte der vorname in Kleinbuchstaben sein. Die Installation braucht circa 20 Minuten und verläuft problemlos. Nach dem Abschluss der eigentlichen Installation werden noch einige MB an Sprachpaketen runtergeladen.

Aufteilung einer SSD Festplatte

Die SSD Festplatten verhalten sich ähnlich wie mechanische Festplatten, es gibt aber einiges zu beachten. Das Mainboard sollte modern sein und die SSD automatisch erkennnen. Ich nutze eine Kingston SSD NOW 300 V mit 120 GB, von der aus technischen Gründen 9 GB frei bleiben. Die Aufteilung kann man natürlich frei wählen, hier ein Beispiel.

LaufwerkVerwendungEinhängepunktGröße
/dev/sda5swap 1000 MB
/dev/sda6ext4/10000 MB
/dev/sda2ext4/home90000 MB
/dev/sda3ext4/backup10000 MB

Der Bootvorgang dauert mit Passwortanmeldung nur noch 35 Sekunden statt 60 Sekunden mit einer herkömmlichen Festplatte.

SSD und HDD Festplatte

Es macht Sinn eine extrem schnelle SSD und eine HDD Festplatte gemeinsam zunutzen, auf die schnelle SSD kommt das Betreibssystem, Auslagerungsdatei, Programme und wichtigste Daten. Die etwas langsamere HDD kann man für große Datenmengen nutzen. Ich hatte eine SSD nachträglich als erste Festplatte eingebaut und hier Ubuntu 12.04 LTS in 64–Bit Version installiert, danach die alte HDD wieder angeschlossen, dabei gibt es keine Probleme, man kann sogar noch die Betriebssysteme von der alten Platte booten, der Grub2 Manager bindet die ins Startmenü ein.

Start / Bootvorgang

Wenn der PC startet kommt man zu einem Auswahlbildschirm wo man Ubuntu oder Windows starten kann. Das Booten von Ubuntu dauert mit Eingabe von Anmeldenamen, der schon vorgegeben ist, und Passwort circa eine Minute. Nach dem Start erscheint ein leerer Desktop, die Statusleiste befindet sich links, hier werden dei meistgenutzen und auch die laufenden Programme angezeigt. Das Ausschalten dauert gut 8 Sekunden, die Werte hängen natürlich von den PC Komponenten ab.

Update

Nachdem Ubuntu erfolgreich installiert wurde und der Internet Anschluss automatisch erkannt wurde wird nach Updates gesucht. Die Updates werden alle einzeln angezeigt und man kann die einzelnen Komponenten auswählen. Nach dem Download werden diese installiert und nach einem Neustart hat man ein aktuelles System.

Internet Browser Firefox

FirefoxDer Firefox Internet Browser ist als Standard in der Version 12.0 installiert, die Updates auf die jeweils neuste Firefox Version verlaufen automatisch. Die Lesezeichen bleiben natürlich erhalten, wenn man einen Umstieg von einem anderen System macht kann man sie in Form von bookmarks.html importieren. Es müssen einige Erweiterungen nachgeladen werden, die besten Add–Ons um Werbung und Verfolgung durch Werbefirmen und Nachrichtendienste zu verhindern, Passwörter zu speichern, Google™ Analytics und Tracker deaktivieren, sichere Suchmaschinen wie startpage™ hinzufügen, Cookies entfernen u.s.w. mehr Informationen dazu auf der Firefox Seite.

Virenscanner / Firewall

Einen Virenscanner oder eine Firewall braucht man nicht einzurichten. Das Betriebssystem ist sehr sicher, natürlich kann niemand 100 % Sicherheit garantieren. Die Sicherheitsaktualisierungen werden durch Ubuntu and Canonical in der Aktualisierungsverwaltung bereitgestellt.

Shellschok Sicherheitslücke

Im September 2014 wurde die Sicherheitslücke „Shellshock“ in Bourne Again Shell (Bash) entdeckt, durch die es möglich sein soll Viren oder Trojaner von außen auf den PC zu installieren oder die Steuerung einer Webcam zu übernehmen. Man kann mit nur einer Befehlszeile im Terminal überprüfen ob die Sicherheitslücke durch ein Update behoben wurde.

env x='() { :;}; echo vulnerable' bash -c "echo this is a test"

„vulnerable this is a test“ erscheint auf dem dem Bildschirm wenn diese Sicherheitslücke noch besteht.
„bash: Warning: x: ignoring function attempt bash: Fehler beim Importieren der Funktionsdefinition für x. this is a test“ erscheint auf dem dem Bildschirm wenn diese Sicherheitslücke nicht mehr besteht.

Die Sicherheitslücke wurde von Ubuntu mit einem automatischen Update behoben.

Flash Player

Der Flash Player ist wohl aus Lizenzgründen nicht automatisch mit dabei, die einfachste Lösung ist über das Ubuntu Software–Center diese Player und andere Erweiterungen zu installieren. Die Suche nach „flash“ bringt mehrere Ergebnisse, nicht „Adobe Flash Erweiterungen“ nehmen sondern das Paket „Eingeschränkte Extras für Ubuntu“. In dem großem Paket sind noch einige andere Multimedia Formate wie mp3, avi, mpeg, Java, Lame, True Type und Microsoft Fonts welche vom Firefox Browser gebraucht werden, mit drin. Die genaue Bezeichnung lautet „ubuntu–restricted–extras57“, 4,0 MB werden heruntergeladen, nach der Installation nochmals 2,991 MB.

Netzwerk Router

Einen Netzwerk Router kann man ganz einfach anschliessen, ich nutze einen Netgear® MBRN3000 den ich mit einem Ethernet Kabel verbunden habe. Der Router hat 4 LAN Anschlüsse und W–LAN im 802.11 b/g/n Standard. Es gibt diverse Verschlüsselungen, WPA2–PSAK (AES) braucht ein 8 bis 63 stelliges Passwort und dürfte als sicher gelten. Ein gutes Passwort besteht aus einer Kombination von Großbuchstaben, Kleinbuchstaben und Zahlen, nicht etwa einem tatsächlichen Wort. Der Internetzugang wird mit einem externen UMTS Stick hergestellt, man kann so die Internetverbindung für mehrere Gerät bereitstellen. Eine Verbindung zu anderen PC im Netzwerk ist so auch möglich. Der Router hat die Adresse http://192.168.0.1 und kann mit dem Firefox konfiguriert werden. Unter „Attached Devices“ finden sich die angeschlossenen Computer. Die IP Adressen lauten 192.168.0.2 und 192.168.0.3. Die beiden Rechner können sofort gemeinsam das Internet nutzen, es sind dafür keine weiteren Einstellungen nötig.
http://www.netgear.de

Netzwerk Dateien freigeben

Das Einrichten vom Netzwerk ist leider sehr umständlich und für Laien, wozu ich mich auch zähle, schwierig. Ich habe sehr lange probiert und es erst nach mehreren Versuchen geschafft. Die Netzwerkeinrichtung erreicht man bei Ubuntu 12.04 über die Dash > Systemeinstellungen, hier sieht man z.B. die Angaben:

Hardware–Adresse54:0F:A6:04:C7:93
IP Adresse192.168.0.3
Subnetz Maske255.255.255.0
Vorgaberoute192.168.0.1
DNS192.168.0.1

Die Hardwareadresse wird auch MAC Adresse genannt und ist die der Netzwerkkarte (eth0). Die „Persönliche Dateifreigabe“ funktioniert erst nachdem man über das Ubuntu Software–Center den Apache HTTP–Server apache2.2–bin und Apache2.2–common installiert hat. Dann unter Dateien über das Netzwerk freigeben System > Einstellungen > „Persönliche Dateifreigabe“ Öffentlichen Ordner im Netzwerk freigeben. Die Ordner freigeben, danach wird erst das Paket samba installiert. Es ist auch möglich eine Windows Partition / Festplatte freizugeben und über das Netzwerk darauf zuzugreifen. Man markiert im Nautilus Dateimanger den Ordner mit Rechtsklick und Freigeben, hier kann man nur lesen oder auch schreiben und löschen erlauben. Eine gute Anleitung findet man unter.
http://wiki.ubuntuusers.de/gnome-user-share

Netzwerk Monitor

Das Netzwerk kann man mit dem Programm Nmap Security Scanner auf die Sicherheit überprüfen. Die Installation geht über das Ubuntu Software–Center, das Programm wird im Terminal mit nmap aufgerufen. Es ist vielleicht das beste Programm auf dem Gebiet, denn die Dokumentation ist sehr ausführlich, was bei einem solch kompilzierten Thema auch nötig ist.
http://nmap.org

WiFi W–LAN PCI Karte

Ich nutze eine WiFi W–LAN PCI Express X1 von der Firma Asus® mit der ich schon viel erlebt habe. Das Modell PCE–N10 mit dem Chipsatz von RealTek RTL8192CE/8188CE ist für den PCI Express X1 Steckplatz Standard. Der Linux Treiber für Ubuntu 10.04 LTS ist von der deutschen Asus® Website herunterzuladen, die ZIP Datei ist nur 1,8 MB groß und wird entpackt, unter 10.04 lief die Karte einwandfrei. Ubuntu 12.04 LTS erkennt die Karte sofort und man braucht nichts extra zu installieren.
Ubuntu 12.04 ist nicht gleich Ubuntu 12.04 und das merkt man seit dem Kernel 3.2.0.35 wo die Karte nur noch mit Problemem läuft. Es werden zum Beispiel nur ein paar verfügbare Netzwerke in der Umgebung angezeigt, vorher waren es sehr viele auch mit gutem Signal. 150 Mb/s sind nicht mehr möglich die maximal Geschwindigkeit liegt bei 54 Mb/s. Die Verbindung kommt teilweise gar nicht zustande oder nur nach langen erneuten Versuchen. Alle bisherigen Lösungsversuche mit verschiedenen Einstellungen halfen nichts. Ein vielversprechender Lösungsvorschlag im Internet: das aktuelle Modul im Kernel sperren und den realtek Treiber erneut installieren.
lspci -nnk | grep Realtek
zeigt: 03:00.0 Network controller [0280]: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL8188CE 802.11b/g/n WiFi Adapter [10ec:8176] (rev 01)
lsmod
zeigt.
ModuleGrößeVerwendet von
rtl8192ce755290
rtl8192c_common695191 rtl8192ce
rtlwifi958391 rtl8192ce

Eine Anleitung zu den Modulen gibt es direkt im Internet, mit modprobe –r rtl8192ce kann man das Modul abschalten mit modprobe rtl8192ce wieder einschalten.
http://wiki.ubuntuusers.de/Kernelmodule

iwconfig und iwlist sind bei den Einstellungen hilfreich, die Anleitungen gibt es mit man iwconfig oder man iwlist.

Grafikkarten Treiber

Die Grafikkarte von ATI funktioniert mit dem Standard Treiber, ein spezieller propritärer FGRLX Grafiktreiber von ATI/AMD wurde über die Systemeinstellungen nachträglich installiert. Der Monitor läuft in der richtigen Auflösung von 1280 × 1024 mit 64 KHz horizontal und 60 Hz Vertikal über den DVI Ausgang.

FTP File Transfer

Ein einfaches und sehr gutes Programm nennt sich FileZilla, die Installation geht über das Ubuntu Software–Center in wenigen Augenblicken. Dieses Programm ist von der Einrichtung und Bedienung sehr einfach und komfortabel. 8,3 MB werden heruntergeladen, nach der Installation belegt das Programm 24 MB auf der Festplatte.
http://www.filezilla.de

Desktop und Dash

Ubuntu 12.04 LTS, Startbildschirm / Desktop
Ubuntu 12.04 LTS, Startbildschirm / Desktop

Der Desktop nennt sich Unity und ist mit der breiten Leiste auf der linken Seite erst einmal gewöhnungsbedürftig. Hier finden sich die meist verwendeten Programme in Form von hübschen Icons, ob ein Programm aktiv ist sieht man an dem kleinen Pfeil direkt am Icon. Wenn einem die Leiste nicht gefällt kann man sie unter „Darstellung“ auf automatisch aus / einblenden stellen. Mit der Tastenkombination „Alt“ und „Tab“ kann man zwischen den laufenden Programmen umschalten. Die „Dash Startseite“ findet sich oben links. Hier gibt man einen Suchbegriff ein und erhält Anwendungen, Dateien oder Bilder passend zum Suchwort. Das ist ungewöhnlich aber nach einiger Zeit wirklich praktisch. Wenn man nichts angibt werden die zuletzt benutzten Programme und Dateien angezeigt.

Datei Manager

Der Datei Manager nennt sich Nautilus und ist in der Version 3.4.1 vorhanden. Das Highlight sind die Reiter die man wie beim Firefox öffnen kann. Man kann so diverse Verzeichnisse darstellen und schnell umschalten. Das Programm ist recht übersichtlich und bietet standardmäßig Vorschauen auf Bilder und PDF Dateien. Die Ordnerstruktur ist mit Persönlicher Ordner, Arbeitsfläche, Bilder, Dokumente, Downloads, Musik, Videos, Dateisystem, Müll und Netzwerk übersichtlich.

Kartenleser USB

Einen Einbauplatz für ein Diskettenlaufwerk kann man sinnvoll für einen 6 in 1 Kartenleser mit zusätzlichen USB Anschluss nutzen. Die Unterstützung funktioniert problemlos. Eine SD Speicherkarte wird an einem Ubuntu PC nicht richtig gelesen, an einem anderen gibt es keine Probleme, die Notlösung ist bei mir die Canon Digital Camera mit per USB verbinden, dann können die Bilder von der Speicherkarte problemlos gelesen werden, das Problem liegt also nicht bei Ubunutu sondern wohl an dem Billigkartenleser Made in China.

HUD Head–up Display

Eine Neuerung ist das HUD Head–up Display, welches man bei wahrscheinlich jedem Programm über die „Alt“ Taste erreicht. In dem Eingabefeld kann man dann einen Begriff eingeben, beim Texteditor führt drucken z.B. direkt zum Drucker. Eine nette Spielerei, die einem die Suche durch die Untermenüs ersparen soll. Ich nutze sie praktisch nie, da ich keinen Vorteil in der Bedienung sehe.

PDF Dateien

PDF Dateien können ohne weitere Installation angezeigt werden. Wer möchte kann diverse PDF Programme nachinstallieren, so kann man die Dateien dann auch bearbeiten.

mp3

Das Standard Programm nennt sich Rhythmbox und ist in der Version 2.96 vorhanden. Das Programm gefällt mir von der Bedienung überhaupt nicht, es macht einen unübersichtlichen Eindruck. Beim ersten Start werden alle Musikverzeichnisse eingelesen was die Sache nicht gerade übersichtlich macht wenn man viele Dateien hat. Immerhin es gibt eine Suche wo man einfach Titel oder Interpret eingeben kann. Einfache Funktionen wie Wiedergabe beim letzten Lied nach Neustart habe ich auch nicht gesehen. Aus lizenzrechtlichen Gründen muss man erst einige Dateien nachinstallieren, gstreamer0.10–fluendo–mp3 und zusätzliche GStreamer Plugins, außerdem Libtwolame0 und viele weitere. Achtung siehe Flash Player Installation, mit dem Paket wird das automatisch gemacht!
Exaile ist eine Alternative, das kleine Programm installiert man über das Ubuntu Software–Center. Der Funktionsumfang ist hier wohl geringer, die Bedienung aber auch übersichtlicher und einfacher.

Audio CD in mp3 umwandeln

Mit dem Programm Sound Juicer kann man Audio CDs auslesen, auch rippen genannt und in mp3 Dateien umwandeln. Es gibt diverse Einstellmöglichkeiten, die wichtigste ist das Ausgabeformat. Ich würde 320 kbps mp3 empfehlen, da bekommt man eine gute Musikqualität bei einer akzeptablen Dateigröße. Die meisten mp3 Player dürften auch kein Problem haben diese Datenrate wiederzugeben. Das Progamm hat einen nervigen Fehler: bei fehlenden Titel– und Interpretendaten bricht das Programm bei „Auslesen“ einfach ab und schließt sich. Es gibt keine Fehlermeldung, diesen Fehler kann man aber beheben indem man einfach die Titel, oder auch nur Nummern selbst eingibt. Das Auslesen einer randvollen CD dauert knapp 20 Minuten, die CPU Auslastung ist dabei nur ab und zu auf 100 %. Ein Beispiel: 17 wav Dateien auf der CD mit 780 MB haben dann nur noch 177 MB als mp3 Dateien auf der Festplatte. Das Programm ist klein und recht einfach gehalten, reicht aber zum Umwandeln völlig aus, die mp3 Bezeichnungen kann man später noch mit einem anderen Programm genauer machen. Die Benennung der Audio Dateien ist leider nicht genormt, ich würde 01 Interpret – Titel.mp3 empfehlen. Mit der fortlaufenden Nummerierung sind die Dateien so im Verzeichnis wie auf der CD auch, die Sammlung dürfte in den Ordnern dann übersichtlich sein.

Audio mp3 Tags

Die mp3 Tags kann man z.B. mit Audacity bearbeiten, dort kann man die Daten alle komplett eintragen. Ein einfacheres und besseres Programm nennt sich Audio Tag Tool Version 0.12.3 und ist über das Ubuntu Software Center zu installieren. Mit dem nur 297 KB großen Metadaten Editor kann man die ID3 v1 und ID3 v2 von MP3 und Ogg Vorbis Dateien bearbeiten. Das Programm kann von den Dateinamen die Daten teilweise übernehmen, die restlichen Daten kann man von Hand bearbeiten: Titel, Künstler, Album, Jahr, Genre, Vermerk und Stück sind bequem zu editieren. Das Programm erstellt auch gleich eine Playlist im m3u Format.

Audiodateien bearbeiten

Das vielleicht mit Abstand beste Programm um Audiodateien zu bearbeiten nennt sich Audacity. Das Programm kann man über das Ubuntu Software–Center installiert werden. Der Funktionsumfang ist gewaltig, trotzdem kann man einfache Dinge wie eine wav Datei in eine mp3 Datei umwandeln auch ohne Anleitung durchlesen tun.
http://www.audacity.de

Videos

Einfache mpg, avi und wmv Videos oder auch mp3 Dateien lassen sich mit dem Totem Video Player abspielen. Dieses Programm ist in der Basisinstallation als Version 2.30.2 bereits vorhanden. VOB Dateien lassen sich abspielen, aber simple Funktionen wie zu einer bestimmen Stelle springen werden mit Absturz beendet.
Eine Alternative ist der VLC Media Player, er ist unter Anwendungen > Software–Center zu installieren. Das Programm kommt mit MPEG, MPEG2, MPEG4, DivX, MOV, WMV, Quick Time, mp3, Ogg/Vorbis, DVDs, VCDs und Multimedia Streams zurecht. Wenn man eine DVD mit Kopierschutz abspielen möchte kommt die Fehlermeldung:„VLC konnte diese Datei nicht lesen (Eingabe–/Ausgabefehler)“, die Meldung ist leider falsch denn es handelt sich um die fehlende Rechte, mehr Informationen dazu auf der Website.
https://help.ubuntu.com/community/RestrictedFormats/PlayingDVDs

Video Formate umwandeln

Es gibt extrem viele Video Formate von denen einige Sinn und andere leider weniger Sinn machen. Das Program Arista wandelt fast jedes Format in ein anderes um, die Bedienung ist kinderleicht und die kleine Installation geht über das Software Center. Das Programm wird komplett mit allen Formaten und Geräten auf der Transcoder Website vorgestellt.
http://www.transcoder.org

Grafik Programm

Das Programm Shotwell in der Version 0.12.2–0–ubuntu2 ist mit 7,1 MB auf der Festplatte installiert. Es ist eine Fotoverwaltung welches alle Bilder im Ordner „Bilder“ organisiert und in eine Übersicht bringt. Die Bilder kann man sehr einfach bearbeiten, Grundfunktionen wie Drehen, Zuschneiden, Ausrichten, rote Augen Effeke, Farb und Helligkeitseinstellungen kann man sofort bedienen. Ich kann nur dazu raten dieses Programm über das Ubuntu Software–Center zu deinstallieren, da es viele Resourcen verschwendet. Im Ordner „Persönlicher Ordner“ wir ein versteckter Ordner mit dem Namen „.shotwell“ angelegt, darin befinden sich Ordner mit „data“ und „thumbs“ die je nach Anzahl der Bilder auf der Festplatte mehrere Megabyte belegen. Die Ordner kann man bedenkenlos löschen.
Wenn man mehr möchte braucht man das Programm Gimp in der Version 2.6.12–1ubuntu1 welches über das Ubuntu Software–Center zu installieren ist. Es gibt auch Erweiterungen wie z.B. gimp–gutenprint um Bilder zu drucken. Der Download ist 17,5 MB groß, nach der Installation werden 57,8 MB Festplattenspeicher belegt.

Dia Show Programm

Eine DVD Diaschau kann man mit dem Program Imagination erstellen, einzig der FFmep Kodierer muss vorhanden sein. Das Videoformat VOB für DVD Video und die Videogröße 720 × 576 PAL sollten von allen Endgeräten verstanden werden. Die libavformat53 Libav file format library muss entfernt werden. Der 4,3 MB große Download braucht nach der Installation 13,8 MB Festplattenspeicher.

Office Programm

Libre Office 3 in der Version 3.5.2.2 bietet Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation. Die Programme machen einen soliden Eindruck, die deutsche Sprachversion muss man extra installieren. Eine tolle Funktion ist die Datei als PDF zu exportieren um sie zum Beispiel als e–mail zu versenden, der Empfänger bekommt dann die perfekten Formatierungen vom Text.

Scanner

Eine große Überraschung war, das ein älterer Scanner von Agfa Snapscan 310 mit einer PCI intern / SCSI extern Karte sofort funktionierte. Ein bereits vorinstalliertes Programm namens Simple Scan liest die Dokumente schnell ein und speichert sie als TIFF. Dieses „rohe“ Format kann man mit Gimp nachbearbeiten und dann vorzugsweise als JPG speichern. Lästig ist das Simple Scan immer eine Kopie im Verzeichnis tmp speichert. Eine A 4 Seite hat schon einmal 16 MB, auch nervig das man immer wieder ins gewünschte Verzeichnis wechseln muss.

Pakete manuell installieren

Um Programme / Pakete manuell installieren zu können muss man erst die notwendigen Werkzeuge dafür installieren, das geht durch ein Aufruf im Terminal: sudo apt–get install build–essential außerdem wird von einigen Programmen sudo apt–get install –f gefordert. Quellpakete im Format tar.gz werden entpackt und dann an das System angepasst, das geht in drei Schritten.
1. sudo ./configure ––prefix=/usr/local
2. sudo make
3. sudo checkinstall damit wird ein .deb Paket erstellt.
Dieses wird dann einfach mit dem Paketinstaller GDebi installiert. Das kann man dann wieder direkt auf der grafischen Oberfläche machen. In der Praxis passiert es oft das Fehlermeldungen kommen, meist sind irgendwelche anderen Programme ober Bibliotheken / Libraries nicht vorhanden und müssen erst installiert werden.

Ubuntu Software–Center / Programme installieren

Die einfachste Art Programme zu installieren geht über das Ubuntu Software–Center. Hier findet man auch eine Übersicht der bereits installierten Programme. Sie sind in Gruppen geordnet und sehr viele Programme werden mit einer kurzen Beschreibung aufgelistet. Die Installation und auch die Deinstallation geht kinderleicht.

Synaptic Paketverwaltung

Die Synaptic Paketverwaltung gehört nicht mehr zur Standardinstallation von 12.04, sie muss erst über das Ubuntu Software–Center installiert werden.

Drucker Installation Canon

Der Drucker wird unter Systemsteuerung > Drucken > Hinzufügen > Gerät wählen > Canon iP3500 (91668A) ausgewählt. Danach wird nach Treibern gesucht und man kann 1. Drucker aus der Datenbank wählen 2. PPD Datei bereitstellen oder 3. nach herunterladbaren Drucker Treibern suchen. Der Canon Drucker war in der Datenbank vorhanden, die Installation ging kinderleicht, die Testseite sollte man NICHT ausdrucken, da hier nur viel Tinte verbraucht wird. Eine sinnvolle Einstellung ist die Druckqualität, in der Regel reichen 300×300 DPI, dazu unter Eigenschaften auf Print Quality „Manual Control“ einstellen. Die gewünschte Druckqualität legt man dann im Programm vor dem Ausdrucken fest. 600×600 DPI lohnt sich wenn man Grafiken, Straßenkarten oder feine Buchstaben ausdrucken möchte, der Druck dauert wesentlich länger und verbraucht mehr Tinte.
Ich hatte einen Armor Adapter und die günstigen Patronen genutzt die Farben Cyan, Magenta und Gelb mit je 16 ml Inhalt gab es auf eBay™ inklusive Versand für je 5,–. Nach 4 Jahren und 5 Monaten blinkte im Oktober 2012 die orange Lampe vom Drucker 5 Mal, was bedeutet das der Druckkopf getauscht werden muss. Das Druckbild war absolut in Ordnung und auch der jahrelange Einsatz der Fremdtinte sorgte für keine Schäden am Drucker. Das Gerät hat im Mai 2008 nur 66,– € gekostet und gute Dienste geleistet. Schade das es jetzt am Ende ist obwohl es noch in Ordnung ist. Ich vermute da wird einfach die Zeit gemessen wann der Druckkopf ausgetauscht werden sollte, der Zeitwert vom Drucker ist natürlich gegen Null und deshalb kann ich das Gerät nur der Entsorgung zuführen. Die Drucker verbrauchen auch Tinte wenn nicht gedruckt wird, hört sich erst einmal merkwürdig an, ist aber dadurch zu erklären das nichts eintrocken soll. Der Verbrauch scheint aber nicht nur mir erhöht, es gibt ein schönes Video dazu.
http://www.youtube.com/watch?v=FuqfC8BEM7A

Drucker Installation Epson®

Die Installation von dem Epson® Stylus SX235W im Oktober 2012 verlief völlig problemlos und die Treiber wurden automatisch heruntergeladen. Der Druckertreiber funktioniert mit allen Programmen einwandfrei, leider wird der Tintenfüllstand nicht angezeigt, da gibt es nur eine Meldung „Markerstand wird vom Drucker nicht übermittelt.“. Der Drucker meldet sich aber durch Blinken am Gerät wenn eine Patrone leer ist, ich nutze keine Original Patronen. Ein Problem ist dann, das man nicht weiß welche Patrone leer ist, da die Kunststoffgehäuse undurchsichtig sind. Die leere Patrone erkennt man wenn man sie stark schüttelt, es gibt dann ein Rasselgeräusch. Die bessere Methode ist einfach nachzuwiegen, die volle schwarze Patrone T01281 wiegt verpackt mit Kunststofffolie 33 g, die leere wiegt mit Kunststofffolie 24 g.
Die EPS T1281 gibt es im 10er Paket mit Farbpatronen T1282 Cyan, T1283 Magenta und T1284 Yellow für nur 0,95 € je Patrone inklusive Versand beim ebay™ Händler printink24 der auch direkt im Internet unter shoppingprojekt zu erreichen ist.
http://www.shoppingprojekt.de

Im Juni 2013 verweigerte der Drucker seinen Dienst, angeblich waren die Tintenpatronen leer, ein kurzes Nachwiegen ergab das sie noch gut halb voll waren. Der Drucker hat wohl seine vom Hersteller vorgegebene Anzahl der Ausdrucke erreicht, ich habe ihn nach einigen erfolglosen Versuchen dieses „Problem“ zu lösen entsorgt. Die geplante Obsoleszenz ist bei allen Herstellern an der Tagesordnung. Das Druckbild war bis zum Erreichen der „Sollbruchstelle“ einwandfrei, die Ausdrucke waren klar und scharf, die Tinte vom Fremdhersteller ist meiner Meinung nach einwandfrei.
http://www.murks-nein-danke.de

Drucker Installation brother®

Im Juni 2013 hatte ich mir einen Schwarz–Weiß Laserdrucker von brother® Modell HL–2240D auf ebay™ für 64,90 € inklusive Versand und neuem Toner gekauft. Das Gerät war ein Vorführmodell oder Ausstellungsstück im tadellosen Zustand. Der Drucker wird per USB Kabel angeschlossen und von Ubuntu 12.04 LTS sofort erkannt, nach einem Neustart war er dann einsatzbereit. Wenn es Probleme geben sollte kann man sich Pakete selbst bei brother® runterladen, eine weitere kleine extrem einfache Anleitung von Volker Grabsch findet sich auf profv. Die Ersatztoner bekommt man auf ebay™ beim Händler „ms–point“ als generalüberholte Tonerkartusche TN–2220 für 12,49 € inklusive Versand. Ende Dezember 2013 hatte ich wegen der guten Erfahrungen mit dem Ersatztoner erneut ZWEI für 12,49 € inklusive Versand gekauft. Der Inhalt soll für circa 4000 Seiten bei 5 % Deckung reichen. Das wären 0,31225 Cent pro Seite und somit extrem günstig. Wenn man nicht über ebay™ bestellen möchte kann man den Online Shop von ms point im Internet nutzen.
http://welcome.solutions.brother.com http://www.profv.de/brother/ http://www.ms-point.de

Im Oktober 2013 hatte ich für 1590,– THB, genau 37,31 € bei Office Mate in Bangkok einen Laserdrucker Modell HL–1110 gekauft. Die Treiber von brother benötigen bei Debian 64 Bit / Ubuntu 64 Bit Version ein Paket welches zuerst installiert werden muss.
1. ia32–libs Ia32 shared libraries transitional package über das Ubuntu Software–Center installieren.
2. cupswrapper driver 3.0.1–1 14 KB 2013 May 07 über http://welcome.solutions.brother.com auswählen und installieren, der Drucker wird später als Brother HL–1110 for CUPS eingerichtet.
http://www.officemate.co.th

PS/2 Tastatur

Ubuntu 12.04 LTS, Microsoft® Natural® Keyboard Pro
Microsoft® Natural® Keyboard Pro

Die PS/2 Tastatur mit deutschem Zeichensatz wird natürlich automatisch erkannt, es ist keine Installation dafür notwendig. Ich verwende ein Natural® Keyboard Pro von Microsoft® welches mit einem PS/2 Stecker angeschlossen wird. Der USB Stecker ist optional und leitet den Anschluss vom Mainboard nur weiter, an der Rückseite der Tastatur befinden sich zwei USB Ports, das ist sehr praktisch, denn so kann man einen USB Speicher oder anderes USB Gerät gleich am Schreibtisch anschliessen. Die Sonderfunktionstasten funktionieren teilweise, so kann man die Lautstärke regeln oder den Taschenrechner direkt aufrufen. Diese sehr gute Tastatur ist Made in Thailand, ich hatte sie im Mai 2013 gebraucht auf ebay™ für nur 13,40 € inklusive Versand gekauft.

USB Maus

Es gibt viele Mainboards die keinen PS/2 Anschluss für die Maus mehr haben, auch bei der Maus selbst gibt es kaum noch Modelle mit so einen Anschluss. Der USB Standard hat sich hier durchgesetzt, es ist kein Treiber nötig und die Mäuse sollten alle funktionieren. Ich hatte im März 2013 eine schnurlose USB von E–BLUE gekauft und sie wird mit lsusb im Terminal mit Creative Labs Nano Receiver Sandstorm Laser Mouse SMWLL11 erkannt und funktionierte sofort.
http://www.e-blue.jp

Aktualisierungsverwaltung

Das System aktualisiert und hält sich von selbst sauber, die wichtigen Sicherheitsaktualisierungen werden mit Dateiname, Erklärung und Größe in KB oder MB angezeigt. Man kann dann jedes einzeln auswählen. Die Softwarepakete werden dann heruntergeladen und installiert. Die Aktualisierung kann man auch im Terminal starten: sudo apt–get update

alte Dateien löschen

Mit dem Terminal kann man bequem und schnell alte Dateien löschen, hier die Befehle:
sudo apt–get autoclean > Durch diesen Befehl werden die Paketlisten gelesen und nicht mehr benötigte Dateien gelöscht.
sudo apt–get clean
sudo apt–get autoremove und sudo apt–get autoremove „Programmname“

Hilfefunktion vom System

Es gibt eine Hilfefunktion direkt von Ubuntu im Betriebssystem, leider ist die so gut wie nutzlos. Die Einrichtung einer Netzwerkverbindung z.B. ist nur extrem knapp beschrieben, es finden sich keine Hilfestellungen zu notwendigen Einstellungen. Ein Problem zu lösen ist hiermit nicht möglich.

Windows® Programme mit Wine

Windows® Programme können teilweise mit Wine ausgeführt werden, eine Microsoft® Windows® Version muss nicht auf dem PC installiert sein. Das Programm mit allen Paketen kann über das Ubuntu Software–Center installiert werden. Die Dateien für wine1.4.1.4–0ubuntu4.1 sind mit 180,2 MB sehr groß nach der Installation werden 378,2 MB belegt und so dauert der Vorgang je nach Internet Verbindung recht lange. Das Microsoft Windows Compatibility Layer (meta–package) muss ebenfalls noch installiert werden.

Daten komprimieren

Die Daten kann man mit 7z entpacken und komprimieren, das Programm kommt mit 7z, ZIP, GZIP, BZIP, XZ, TAR und einigen anderen Formatne zurecht. Der Download über das Software Center ist 1,6 MB groß, die Installation auf der Festplatte 4,0 MB.

Datensicherung

Die Datensicherung kann man auf vielen unterschiedlichen Wegen machen, welcher der beste ist kann man nur schwer sagen. Ich sichere die Partition mit dem System mit Partimage, so ist das gesamte Betriebssystem in gut 5 Minuten gesichert. Die persönlichen Daten kann man wahlweise einfach mit dem Datei Manager, Nautilus, auf einen USB Stick kopieren. Die USB Sticks haben heute 64 GB und kosten relativ wenig, das Beschreiben der Daten geht zuverlässiger als auf RW–DVD. Im August 2013 gab es einen Cruzer Edge 64 GB USB–Stick bei Saturn Online im Angebot nur 25,– € inklusive Versand.

Backup Sicherung

Ein einfaches Programm um Dateien zu sichern nennt sich „Deja Dup“ und ist bereits installiert. Es reicht um einfache Sicherungskopien zu machen, viel wichtiger ist es meiner Meinung nach die gesamte Partition zu sichern.

Partition Sicherung mit partimage

Eine Partition zu sichern ist die beste Backup Art, leider auch die aufwändigste und nicht die einfachste. Als erstes muss man wissen welche Partitionen die Festplatte hat, wichtig der Name, Filesystem und Größe. Unter Laufwerksverwaltung zeigt das Programm in Version 3.0.2 die Daten der Festplatte an. Mit der System Notfall CD startet man den Computer, danach muss man das Laufwerk, auf dem man eine Partition sichern will einbinden. Das geht z.B. mit mkdir /mnt/h11 nächster Befehl mount /dev/sda11 /mnt/h11 mit ls /mnt/h11 wird der Inhalt der Partition angezeigt. Danach einfach partimage starten, und die zu sichernde Partition auswählen, das Zielverzeichnis eingeben /mnt/h11/image-ubuntu dazu noch eine Beschreibung der Partition und den Backup starten. Das Imagefile ist dann in gzip circa 1,6 GB groß. Leider kann partimage das neue Ext4 System nicht erkennen, dazu braucht man FSArchiver fsarchiver-0.6.5. Das Programm läuft nur mit Befehlszeilen und ist entsprechend unübersichtlich. Die Vorgehensweise ist aber ähnlich, man bindet das Laufwerk ein auf dem man die Partion speichern möchte. Hier mein persönliches Beispiel einer Speicherung vom System auf sda10 nach sda11: fsarchiver savefs /mnt/h11/gentoo-rootfs.fsa /dev/sda10 Der Backup hat in etwa 5 Minuten gedauert, während dieser Zeit gibt es keine Meldung, man sieht nur die Lampe der Festplatte leuchten. Die Datei gentoo-rootfs.fsa war 2,4 GB groß. Am Ende vom Backup Vorgang gibt es eine Zusammenfassung der gesicherten Dateien und Verzeichnisse. Wenn man fertig ist einfach „reboot“ eingeben und den Rechner neu starten.
http://www.partimage.org http://www.fsarchiver.org

Partition Sicherung mit Clonezilla

Ein weiteres Programm nennt sich Clonezilla, hier wird das Standard Filesystem ext4 neben vielen anderen unterstützt. Das Programm findet man auf diversen Live CDs und kann dort direkt gestartet werden, je nach der CD Zusammenstellung geht es etwas unterschiedlich. Das Programm führt einen Schritt für Schritt mit englischsprachigen Menüs durch den Back Up Vorgang. Wenn man die Grundkenntnisse hat ist es sehr leicht zu bedienen. Wenn man keine Live CD hat kann man sich das Image selbst runterladen und mit Braseo auf eine CD brennen. Die Datei clonezilla–live–1.2.12–67–i486.iso ist 116 MB groß. Das Programm ist hier sogar in einer deutschen Sprachversion und wenn man sich minimal mit Partitionen auskennt auch einfach zu bedienen. Die Eingaben gehen sehr einfach und man braucht keine Laufwerke manuell zu mounten, die Bedienung ist wesentlich einfacher als bei partimage, hier eine Übersicht der einzelnen Schritte:

1. Starten von der CD, Auswahl Clonezilla live VGA 800×600
2. Sprachauswahl German Deutsch
3. Tastaturbelegung nicht verändern
4. Start Clonezilla
5. device–image (Images von Platten oder Partitionen)
6. local_dev Lokale Geräte wie Festplatten oder USB Sticks (jetzt könnte man noch einen USB Stick einstecken)
7. Auswahl der Partition auf welche das Image geschrieben werden soll.
8. Oberstes Verzeichnis des lokalen Gerätes
9. Beginner Einsteiger mit Standardoptionen übernehmen
10. saveparts lokale Partitionen als Image sichern
11. Ordnername in dem das Image gespeichert wird, z.B. „2012–12–30–20–img“
12. Auswahl der Partition (en) die gesichert werden soll
13. Überprüfung der Partition überspringen
14. Das erstellte Image überprüfen
15. Bestätigen mit y (Achtung Taste z)
16. Poweroff, Reboot, zur Befehlszeile oder zu Clonezilla zurück. Reboot hängt die Laufwerke ordentlich aus und startet den Rechner neu.

Eine mit 4,9 GB Daten belegte Partition wurde auf einem älteren Rechner in gut 5 Minuten gesichert. Der Ordner „2012–12–30–20–img“ hat 12 Dateien die gut 900 MB groß sind. Das Programm bietet natürlich noch viel mehr Funktionen, mein Beispiel bezieht sich auf die einfache Sicherung einer Partition. Die Übersetzung ins deutsche ist recht gut gelungen, es gibt auch zu jedem Punkt Erklärungen, die leider manchmal etwas sperrig sind. Insgesamt scheint es mir das beste Programm für solche Aufgaben zu sein.
http://clonezilla.org

CD / DVD Brennprogramm

Ein einfaches CD / DVD Brennprogramm mit dem Namen Braseo ist in der Version 3.4.1 standardmäßig installiert. Es bietet die wichtigen Grundfunktionen wie Audo CD, Daten CD / DVD, Video DVD SVCD, CD/DVD 1:1 Kopien und auch ein Abbild brennen wie z.B. ubuntu–12.04–desktop–i386.iso ist kein Problem. Die Geschwindigkeit hängt natürlich von der Hardware und der Software ab, die ISO Datei wurde mit dem Sony Optiarc DVD RW AD–72805S in 6 Minuten erstellt. Ich hatte mit der DVD Video Erstellung Probleme, trotz Zusatzinstallation von dvdauthor für DVD Video Dateisysteme konnte keine DVD für DVD Wiedergabegeräte erstellt werden.

DVD DeVeDe

Das Programm DeVeDe kann eine DVD für einen DVD Spieler erstellen, das Programm hat eine Größe von 9,6 MB im Download und benötigt 22,4 MB installiert auf der Festplatte. Es wird eine ISO Datei erstellt die man dann mit Braeso auf eine DVD Brennen kann.

System Notfall CD

Es ist wichtig für den Notfall eine System Notfall CD zu haben. Es gibt eine sehr gut dokumentierte und umfangreiche System Rescue CD. Die ISO Datei systemrescuecd–x86–1.3.5 ist 242 MB groß und kann kostenlos heruntergeladen werden. Diese ISO Datei kann man mit dem bereits vorhandenden Brasero CD DVD Brennprogramm auf eine CD brennen. Man hat jetzt eine CD die ein Notfallsystem startet, die Website ist in Englisch, es gibt aber eine deutsche Dokumentation.
http://www.sysresccd.org

Partitionen ändern

Es gibt viele Möglichkeiten bestehende Partitionen zu ändern, z.B. mit der System Notfall CD, nach dem Start der CD die grafische Eingabe mit „startx“ aufrufen, dort findet sich GParted, mit dem englischsprachigen Programm kann man Partitionen löschen, anlegen oder verändern. Ich hatte nach dem Löschen einer Partition das Problem, das der Bootmanager nicht mehr gefunden wurde.

Grub Bootmanager

Der Bootmanager zeigt beim Starten vom PC die möglichen Betriebssysteme und den Memory test (memtest86+) an, man wählt das gewünschte aus, im Normalfall braucht man nicht mehr darüber zu wissen. Wenn es ein Problem gibt erscheint beim Start nur die Eingabezeile „grub rescue >“, eine Lösung für das Problem findet man bei IT–Mücke, Richard Mücke, die Beschreibung der einfachen Lösung ist dort extrem verständlich.
http://www.it-muecke.de/grub-rescue

Probleme

Die Netzwerkeinrichtung mit den Freigaben war problematisch und nicht leicht verständlich. Man kann aber meist jedes Problem lösen, im Internet einfach die Stichwörter bei startpage™ eingeben und verschiedene Seiten durchlesen.
http://ubuntuusers.de

Der Canon Tintenstrahldrucker iP3500 funktioniert nicht mit jeden Programm, ohne Probleme sind nur PDF Dateien zu drucken. Eine Webseite aus dem Firefox direkt herauszudrucken ist nicht möglich, da kommen dann auf einmal mehrere Seiten mit kleinen Stücken. Die einfache Lösung ist es erst in eine PDF Datei zu drucken, die dann zu öffnen und zu drucken. Das Grafikprogramm GIMP kommt mit dem Drucker überhaupt nicht zurecht, da gibt es nur abgeschnittene Bilder mit Farbverfälschungen. Die Textverarbeitung Libre Officve Writer hat nur ab zu mal ein Problem, da wird der Druck der Seite auf einmal in der Mitte angehalten und das war es dann. Der eigenartige Fehler tritt oft auf, aber nicht ständig, auch hier hilft der Umweg über den Druck in eine PDF Datei.

Easy Linux tips project

Einfach und verständlich, allerdings auf Englisch sind die Easy Linux tips.
https://sites.google.com/site/easylinuxtipsproject/

Alternative openSUSE

Eine sehr gute Alternative zu Ubuntu ist openSUSE, welches nach eigener Aussage die „leistungsfähigste und flexibelste Linux Distribution der Welt bietet“. Ich habe damit persönlich noch keine Erfahrungen gemacht, der Bedienungskomfort soll aber ähnlich gut wie bei Ubunutu sein.
http://www.opensuse.org/de/

Internet

http://www.ubuntu.com http://wiki.ubuntu-forum.de

Fazit

Die Version 12.04 gefällt mir erst auf den zweiten Blick, die Umstellung mit der Dash und der Leiste auf der linken Bildschirmseite dauert erst einmal. Die klassische Computer Bedienstruktur wird langsam aufgegeben, statt sich durch lange Untermenüs zu klicken soll man nur noch ein Stichwort in die Dash eingeben. Ich kann das Betriebssystem mit den minimalen Einschränkungen aber empfehlen.