e–mail Adresse

Gmail™ by Google™

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Gmail™ by Google™, e–mail Adresse
+ kostenlose Registrierung, Speicherplatz, einfache Bedienung, Spam Filter, einfache Kündigung
– Datenschutz, Änderung der Datenschutzbestimmungen, Server stehen im Ausland, e–mails werden zu Werbezwecken ausgelesen, kein Kundenservice, keine Telefon Hotline, kein WAP Mobile mehr, Probleme mit Spam Filter, Verbindungen zur US Regierung

Der e–mail Dienst von Google™ startete im Jahr 2007 auch in Deutschland, seit Oktober 2007 hatte ich diesen webbasierten Freemailer genutzt. Der kostenlose Briefkasten ist wirklich sehr gut gemacht, trotzdem hatte ich ihn wegen Datenschutzbedenken im Februar 2013 aufgegeben. Es sollen weltweit angeblich mehr als 400 Millionen Menschen ihre elektronische Post dem US amerikanischen Anbieter anvertrauen. Ich hoffe meine jahrelangen Erfahrungen sind hilfreich, wie immer alles übersichtlicht der Reihe nach.

Voraussetzungen

Man braucht einen Internet Zugang und einen Internet Browser, ich würde einen PC mit Linux™ Ubuntu® und Firefox Browser empfehlen.

Informationen

Das Angebot von Google™ war im Jahr 2007 sensationell und in den ersten Monaten nur auf Einladung zu bekommen. Die meisten e–mail Konten waren an einen deutschen Internet Dienstleister wie z.B. Metronet, AOL, Compuserve oder T–Online gebunden. Die anderen Freemailer Angebote wie Hotmail waren technisch nicht wirklich ausgereift. Die Änderung von googlemail.com nach gmail.com fand in Deutschland erst im Jahr 2012 statt, der Grund lag bei den Rechten für „gmail“ in Deutschland. Eine Umstellung wurde mehrmals beworben, war aber nicht erforderlich, es können beide Namen verwendet werden.

Alphabet

Im August 2015 wurde bekannt das ein neuer Konzern namens Alphabet als Holding geschaffen wurde und Google™ ein Teil des abcdefghijklmnopqrstuvwxyz sein wird.

Preis

0,– € kostenlos, der Nutzer zahlt mit persönlichen Daten. Der CEO Eric Schmidt verdiente im Jahr 2014 fast 109 Millonen US Dollar in Form von einem Aktienpaket im Wert von 100 Millionen US Dollar, das Grundgehalt ist mit 1,25 Millionen US Dollar sehr niedrig, zusätzlich gab es noch 6 Millionen US Dollar Bonuszahlungen und noch eine Million US Dollar für weiter Leistungen.

Anmeldung

Die Anmeldung geht im Internet in nur wenigen einfachen Schritten, man legt damit ein Google Konto an welches auch für andere Dienste des Unternehmens gilt. Den Namen kann man frei wählen, soweit vorhanden bietet sich vorname.nachname@gmail.com an.

Portal

Das Portal erreicht man einfach unter google.de nach der Anmeldung mit Nutzernamen und Passwort geht man auf „Gmail“ auf eine sicheren Seite über https. Die Startseite des e–mail Kontos lädt recht schnell und ist hell und übersichtlicht gestaltet. Die wenige Werbung fällt kaum auf und stört nicht. Der Posteingang zeigt 50 Nachrichten auf einer Seite übersichtlich mit Absender, Betreff und Datum. Die Dateianhänge werden direkt dargestellt, so wird ein Bild welches sich im Anhang befindet gleich angezeigt. Die Bilder in der e–mail selbst kann man praktischerweise erst auf Bestätigung laden lassen, das ist bei Internet Verbindungen mit geringer Bandbreite interessant.

Spam Filter

Der Spam Filter funktioniert im Prinzip sehr zuverlässig, leider aber nicht zu 100 %, so muss man den Spam Ordner von Zeit zu Zeit kontrollieren. Ich kenne zwei Personen die ebenfalls Googlemail nutzen und eine e–mail von mir in ihren Spam Ordner bekamen. Als Absender kann ich das natürlich nicht sehen und denke dann es ist kein weiterer Kontakt gewünscht. Da ich niemanden belästigen möchte stelle ich dann den Kontakt ein, wenn man den e–mail Dienst geschäftlich nutzt kann sich das natürlich negativ auf den Umsatz auswirken. Bekannte oder Freunde kann man so unter Umständen auch verlieren, es lohnt sich also den Spam Ordner zu kontrollieren.

Spam Filter Probleme

Der gute Spam Filter verursacht allerdings auch massive Probleme, wenn ich von meinem Host Europe e–mail Provider eine e–mail an eine gmail Adresse sende bekomme ich die folgende Nachricht per e–mail von google:„A message that you sent could not be delivered to one or more of its recipients. This is a permanent error. The following address(es) failed: 21livingplace@gmail.com“. Google stuft meinen Absender als Spam Versender ein und das obwohl ich schon Kontakt mit der Zieladresse hatte. Ich hatte aus Testzwecken mal eine Werbe e–mail, die ich gewollt selbst erhalten hatte an „21livingplace@gmail.com“ weitergeleitet, die ist ohne Probleme zugestellt worden, nur ein paar Minuten später wurde eine normale e–mail von mir wieder als Spam eingestuft und abgelehnt. Meine spanische IP Adresse hat sich in der Zeit nicht geändert.
Im Oktober 2014 trat das Problem in einer noch merkwürdigeren Art und Weise auf, mit einer anderen XXteiXXrt@gmail.com Adresse hatte ich innerhalb von 75 Minuten vier e–mails gesendet und empfangen, die vierte mail wurde als Spam eingestuft. Der Google Spam Filter kann also nicht erkennen wenn der Empfänger die e–mail liest und auch beantwortet.
Es wird eine Internetseite angegeben wo man mehr Hinweise zu den Problemen bekommen kann, ich habe mich dort nicht umgesehen da ich keine Zeit dafür habe, der Versand an viele Googlemail Adressen ist für mich somit nicht mehr möglich.

Mobiles Portal

Das mobile Portal funktionierte mal ganz gut auf einem WAP Mobiltelefon, jetzt wird man mehrmals weitergeleitet und dann folgt nur noch eine Störmeldung. Mit einem Smartphone sollte man wohl keine Probleme haben unterwegs auf die Nachrichten zuzugreifen.

Datenschutz

Das große Problem scheint der Datenschutz zu sein, man weiß nicht wie Google die Regeln zur Verarbeitung und Verknüpfung von Nutzerdaten nach europäischem Recht befolgt. Die Datenschutzerklärung schreibt Google natürlich selbst und wird so formuliert das viel Freiraum bleibt, natürlich zum Vorteil von Google nicht vom Anwender. Die Informationen zu Cookies, Pixel Tags, erstellten Nutzerprofilen u.s.w. findet man auch auf deutschsprachigen Seiten im Internet.

Klagen gegen Google’s „Datenschutzbestimmungen“

Im November 2013 hatte der Bundesverband der Verbraucherzentrale vzbv erfolgreich gegen Google vor dem Landgericht Berlin geklagt. Die Nutzungs– und Datenschutzbestimmungen des Internetkonzerns enthalten 25 Vertragsklauseln die rechtswidrig sind. Google ging in Berufung, da man auch weiterhin Daten ohne Zustimmung der Nutzer sammeln möchte.

Immersion

Die englischsprachige Website vom MIT Media Lab erstellt ein Profil aus den Metadaten der e–mails, es reicht auf die Website zu gehen und sich mit dem Google Account anzumelden.
https://immersion.media.mit.edu

Verschlüsselung

Der Anbieter Mailvelope ermöglicht eine OpenPGP Verschüsselung für gmail im Chrome Browser, es gibt auch Konfigurationen für Yahoo Mail®, Outlook.com® oder GMX®.
https://mailvelope.com

Ablehnung Verschlüsselung

Es gibt einige e–mail Nutzer die eine Verschlüsselung grundsätzlich ablehnen, ich wurde darüber von einem gmail Anwender mit abgeschlossenem Hochschulstudium kurz informiert:„Ich werde weiterhin normale Emails versenden. Das ist meine Entscheidung.“. Ich sende solchen Leuten den Text immer nur als JPG Datei, was das automatische Mitlesen des Textes verhindert. Der Text in der e–mail der von googlemail und anderen mitgelesen werden kann lautet:„

Der Text befindet sich in der JPG Bilddatei, da ich Sie nicht mit einer verschlüsselten Nachricht erreichen konnte.

Bitte richten Sie eine Open PGP Verschlüsselung ein, die Überwachung durch den BND, GCHQ und NSA führt dazu, das der Inhalt dieser vertraulichen Nachricht den Regierungen frei zugänglich ist. Das illegale Mitlesen und Aufzeichnen ist mit PGP Pretty Good Privacy nicht möglich.“

Ich kann für die Vertraulichkeit und den Datenschutz nicht garantieren, es ist erschreckend wie leichtfertig die Leute sensible Daten unverschlüsselt über das Internet senden.

Einrichtung von Verschlüsselung

Es gibt aber auch positive Rückmeldung, aufgrund meiner Hinweise hat ein Bekannter sich die Mühe gemacht eine Open PGP mit Mailvelope eingerichtet.

National Security Agency

Das Unternehmen Google™ arbeitet mit der National Security Agency (NSA) zusammen und bietet Zugang zu Kundendaten. Die Firmen Apple®, Facebook®, Microsoft®, Skype™ und Yahoo! sollen sich ebenfalls der Zusammenarbeit verschrieben haben, diese Meldungen waren im Juni 2013 in der Washington Post und dem britischen Guardian zu lesen. Das Programm Prism ist ein internes Computerprogramm der US Regierung, welches durch die Gesetze des Landes legtimiert ist, das Überwachungsprogamm wird von allen drei Staatsgewalten in den USA kontrolliert. Die Website der National Security Agency bietet darüber keine Informationen an, ich hoffe meine Daten sind dort für mich, andere Geheimdienste und generell jeden auch in Zukunft nicht frei einsehbar. Die neuen Datencenter befinden sich im Bundesstaat Utah, aktuell ist die Zentrale der National Security Administration in Fort Meade, Maryland. Es gibt 40000 Mitarbeiter die sich um die Sicherheit und Überwachung kümmern.
http://www.nsa.gov

Zugriff auf Kundendaten

Die US–Behörden haben Zugriff auf die Kundendaten, verschlüsselte und sichere e–mail Dienste wie Lavabit oder Silent Mail hatten im Sommer 2013 den Dienst deshalb eingestellt.

Verbindungen zur US Regierung

Die engen Verbindungen von Google zur US Regierung und der Unterstützung in Überwachungsaktivitäten und stürzen von legitimen ausländischen Regierungen wurde im März 2016 durch veröffentlichte unverschlüssselte e–mails von der ehemaligen Außenministerin Hillary Clinton bestätigt. Der Chef von Google Ideas Jared Cohen bot ein Programm an mit denen man Überläufer von der syrischen Regierung öffentlich verfolgen und visualisieren könnte. Das Programm sollte auch der arabisch Nachrichtensender Al Jazeera bekommen, der riesige Datensatz von Google macht es problemlos möglich Menschen im Internet zu verfolgen, rein technisch gesehen ist das wohl recht einfach möglich.

China

Ende 2014 wurde der Dienst von den chinesischen Behörden komplett gesperrt, auch wenn wohl nicht der Datenschutz der Grund für diese Sperrung ist, kann man das natürlich nur begrüßen.

Personalisierte Werbung

Die e–mail Nachrichten werden automatisch gelesen und dazu passende Werbung eingeblendet. Im Google Sprachgebrauch hört sich das wesentlich harmloser an:„Wir schalten nur kleine computergesteuerte Textanzeigen, die auf Ihre E–Mail–Nachrichten abgestimmt sind.“. Das ist das Geschäftsmodell, als Kunde bezahlt man mit persönlichen Daten, Google erhält dann von der gezielt eingeblendeten Werbung Geld von den Unternehmen, die wiederum davon profitieren den „richtigen“ Verbraucher zu erreichen.

Klage wegen Mitlesen von e–mail

Im September 2015 hatte Anton Burkov erfolgreich Google wegen dem Mitlesen und dadurch den Verstoß gegen das Postgeheimnis verklagt. Das Gericht in Moskau hat Google zu einer Zahlung von 50 000 Rubel verurteilt, es ist anzunehmen das Google gegen das Urteil in Berufung geht und bis zum obersten russischen Gerichtshof geht. Das Mitlesen wird nicht bestritten, es handelt sich dabei um eine Maßnahme um den Spam Versand aufzudecken und zu unterbinden.

Abmahnung wegen Mitlesen von e–mail

Das Mitlesen der Inhalte von e–mails und deren Auswertung verstößt auch nach Meinung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (VZBV) gegen den Datenschutz. Es wurde Ende 2015 eine Abmahnung an eine google Adresse gesendet, sollte der Konzern nicht reagieren erfolgt eine Unterlassungsklage vor dem Landgericht Berlin.

Kündigung / Konto löschen

Die Kündigung kann man einfach unter „Mein Konto / Kontoeinstellungen“ machen, das Konto wird geschlossen und alle verknüpften Dienste und Informationen werden gelöscht. Im Juni 2015 hatte ich die paar einfachen Schritte ausgeführt, hier der Überblick.

– Log In auf der Startseite von Google Deutschland unter „Anmelden“
– Mein Konto, Kontoeinstellungen
– Konto oder Dienste löschen, Google-Konto und Daten löschen
– Erneut anmelden mit Passwort
– Die vorhandenen Daten wie Dateien auf Drive, Gmail, Fotos, AdSense, Kontakte und weitere werden angezeigt. Akzeptieren das man für aktuelle Kosten von ausstehenden Finanztransaktionen aufkommt und das man das Google Konto mit allen Daten dauerhaft löschen möchte, weiter mit „KONTO LÖSCHEN“.
– Die Deaktivierung des Kontos wird bestätigt, Google bedauert das man den Dienst nicht mehr nutzen möchte.

Wenn man eine zusätzliche alternative e–mail Adresse im Profil angegeben hatte gibt es an diese e–mail noch eine Bestätigung und einen Link zur Wiederherstellung des Google–Kontos sollte man es nicht selbst gelöscht haben. Es wäre rein theoretisch möglich das ein Passwort gestohlen wurde und jemand anderes das Google–Konto kündigt. Die Möglichkeit des Wiederherstellens ist für „einen kurzen Zeitraum möglich“.

AdSense Kündigung

Ich nutzte AdSense und die Kündigung des Kontos sollte man davor machen, ein Guthaben von mehr als 10,– € wird auf das angegebene Referenzkonto innerhalb von 90 Tagen überwiesen.

Löschantrag

Datenschutz Das „Recht auf Vergessen“ gibt es erst seit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Mai 2014, man kann personenbezogene Suchergebnisse löschen lassen. Das kuriose dabei ist, das es nur für google.de gilt, die Daten selbst löscht Google wohl nicht nur den Link bei den Suchergebnissen. Das europäische Urteil gilt auch nicht für google.com, trotzdem sollte man einen Antrag auf Entfernen von Suchergebnissen nach europäischem Datenschutzrecht stellen wenn man der Meinung ist das es Sinn macht. Es gibt dabei auch einiges zu beachten, hier der komplette Datenschutz Bericht. Ich hoffe die Hinweise und Tipps wie man einfachsten Daten löschen kann sind hilfreich.

Passwort Sicherheit

Das Passwort sollte man mit einer Buchstaben und Zahlenkombination sicher gestalten, ansonsten könnte es passieren das Fremde Zugriff auf das e–mail Konto erhalten. Im September 2016 wurden die e–mail vom ehemaligen US Secretary of State Colin Powell teilweise veröffentlicht. Die brisanten Informationen zum angeblichen Atomwaffenprogramm vom Iran wie „Anyway, Iranians can’t use one if they finally make one. The boys in Tehran know Israel has 200, all targeted on Tehran, and we have thousands. As Iranian President Mahmoudin Ahmedinejad said, What would we do with one, polish it? I have spoken publicly about both North Korea and Iran. We’ll blow up the only thing they care about-regime survival. Where, how would they even test one?“. Die e–mails waren nicht verschlüsselt und somit einfach mitzulesen. Die US Progaganda ist also wieder einmal entlarvt, Israel hat also 200 Atombomben die auf Tehran im Iran zielen.

Service

Es gibt keinen telefonischen Support, auch im Internet geht alles über Foren die kaum hilfreich sind.

Kontakt

Telefon +49 40 8081 79000 Büro Hamburg (kein Service)
Telefax +49 40 4921 9194 Büro Hamburg (kein Service)
e–mail removals@google.com

Adresse Vereinigte Staaten von Amerika

Google Inc.
1600 Amphitheatre Parkway
Mountain View, CA 94043
USA

Adresse Deutschland

Google Germany GmbH Hamburg
ABC–Straße 19
20354 Hamburg
Deutschland

Internet

http://www.google.de

Fazit

Diesen e–mail Dienst hatte ich nur genutzt weil er wesentlich besser war als die anderen kostenlosen Anbieter. Ich bin im Februar 2013 aber aus Datenschutzbedenken auf einen deutschen kostenpflichtigen Anbieter umgestiegen. Das Ansehen der Firma Google hatte in der letzten Zeit sehr gelitten und ich würde niemanden dazu raten den Dienst zu nutzen, eigentlich schade denn technisch ist das Angebot erste Klasse. Die Kündigung und die Auflösung von dem Konto ging in wenigen einfachen Schritten, ich kann das nur jedem empfehlen. Ich versende an googlemail Adressen grundsätzlich nur noch JPG Bilder mit Text, das macht das automatische Mitlesen unmöglich, ansonsten wenn eine PGP Verschlüsselung eingerichtet ist sende ich natürlich auch verschlüsselt.