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Postbank, Mietkaution–Sparbuch 3000 plus

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+ kostenloses Sparbuch, einfache Eröffnung
– Sicherheit, Kundenservice, Abrechnung, kein Online Portal, keine Auskunft über Abbuchungen, Verstöße gegen AGB, Lügen vom Kundenservice

Der lustlose Werbespruch der Postbank im Jahr 2014 lautete „Eine Bank für’s Leben“, ich hatte bei der Bank viel erlebt und bin für’s Leben gezeichnet. Das Mietkaution–Sparbuch 3000 plus verspricht eine einfache Sicherheitsleistung für die Anmietung einer Wohnung zu sein, ich hoffe meine Erfahrungen sind hilfreich um sich einen Eindruck von diesem Finanzprodukt zu verschaffen.

Informationen

Die Postbank ist jedem in Deutschland bekannt und vertraut, sie wurde 2010 von der Deutschen Bank komplett übernommen. Es werden viele Produkte angeboten, ich kann hier nur über das Postsparbuch berichten.

Preise und Kosten

0,– €, das Mietkaution–Sparbuch 3000 plus ist kostenlos.

Zinsen

Die aktuellen Zinsen kann man dem Preisaushang in einer Filiale oder auf der Website entnehmen. Die Zinserträge werden am Ende des Jahres auf das Konto gutgeschrieben. Ich hatte innerhalb von 3 Jahren einen Zinsertrag in Höhe von 2,40 € netto nach Abzug von Kaptialerstragsteuer und Solidartitätsbeitrag, das entspricht einen Nettozinssatz von 0,08 %.

Eröffnung

Die Eröffnung hatte ich im Mai 2011 direkt in einer Filiale in Berlin gemacht, der Antrag zum Eröffnen eines Mietkaution–Sparbuch 3000 plus per Lastschrifteinzug erforderte die üblichen Angaben.
1. Kunde (Mieter) mit Vornamen, Nachnamen, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort, Staatsangehörigkeit, Geburtsort, Telefonnummer, optional e–mail Adresse für Werbung, optional zweiter Kunde und Mieter, Versandadresse, Erklärung zum Geldwäschegesetz, Ersteinlage, optional Datum, Bankverbindung mit Kontonummer, Bankleitzahl, Name der Bank, Kontoinhaber.
2. Mietsicherheit, Angaben zum Vermieter Name, Postleitzahl und Ort, diese Angaben sind freiwillig.

Postbank–Finanzcenter Berlin–Moabit
Lübecker Straße 1
10559 Berlin

Zusendung

Die Unterlagen und Formulare bekommt man per Briefpost, das Sparbuch gibt man mit einem Begleitschreiben dem Vermieter. Eine Empfangsbestätigung des Sparbuches und der Verpfändungserklärung liegt als Vordruck bei, diese ist auszufüllen und dient als Quittung.

Sparbuch

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Sparbuch

Das Sparbuch ist in Dunkelblau und macht einen soliden Eindruck.

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Sparbuch Einträge Umsätze

Die Doppelseite zeigt in der Kopfzeile die Informationen wie Inhaber Vorname, Nachname, Geburtstag, Anschrift, Sparbuchnummer 2 XX.XXX.265 8 Postbank München BLZ 700 100 88. Die Umsätze sind übersichtlich mit Datum, Kassenzeichen, Text, Zahlungseingang / –ausgang und Guthaben angegeben. Ich hatte das Sparbuch mit einem Betrag von 990,– € am 26.05.2011 eröffnet.

Kontrolle über die Mietkaution

Die Postbank bewirbt die Kontrolle über die Mietkaution im Internet mit dem Text:„Sie werden automatisch informiert, sobald Ihr Vermieter eine Auszahlung vom Mietkaution–Sparkonto vornimmt. So behalten Sie jederzeit den Überblick über Ihre Mietsicherheit.“. Meine Erfahrungen sind leider anders, ich wurde NICHT über die Abbuchung von 50,– € und auch nicht über die Rückgabe des Sparbuchs informiert.

Rückgabe Sparbuch

Die Rückgabe wurde entgegen den Regeln von der Hausverwaltung gemacht, im September 2014 wurden mir nach meinem Auszug Ende August 2014 dann 942,40 € auf mein Konto bei der ING–DiBa gutgeschrieben, das waren 47,60 € weniger als ich angelegt hatte. Der Fehlbetrag erklärte sich durch eine ungenehmigte Abbuchung in Höhe von 50,– €, minus Zinserträge in Höhe von 2,40 €. Der Verwendungszweck lautete „Kontoauflösung Sparkonto–Nr.22XXXXXXXX“ und der Absender war die Deutsche Postbank AG 60320 Frankfurt am Main.

Persönliche Erfahrungen Kundendienst

Im Oktober 2014 hatte ich bei der Postbank Telefon +49 228 55005500 angerufen, eine Auskunft am Telefon wurde verweigert. Ich hatte dann per eBrief an die Postbank München, 80318 München geschrieben und eine schriftliche Abrechnung von dem Konto gebeten.
14 Tage später hatte ich noch keine Antwort erhalten und deshalb erneut angerufen. Man kommt zum Sprachcomputer wo man als Kunde die Kontonummer eingeben soll, ich hatte die Sparbuchnummer eingegeben und wurde danach mit einer sehr kompetenten Kundenberaterin verbunden. Es waren jetzt Auskünfte möglich, meine neue Anschrift war nicht bekannt und eine Abrechnung wurde auch nicht verschickt. Der Vermieter hat das Recht von dem Mietkautionskonto Geld einzubehalten. Ich hatte meine spanische Adresse angegeben und mir wurde am 31.10.2014 der Versand eine Abrechnung versichert. Das Gespräch hat 7 Minuten und 31 Sekunden gedauert und 0,34 € gekostet.
Am 24.11.2014 hatte ich immer noch keinen Kontoauszug bekommen und deshalb erneut angerufen, der Mitarbeiter sagte mir er könne zu geschlossenen Konten keine Auskunft geben und empfahl mir mich an eine Filiale zu wenden. Auf meine Nachfrage hin hat er mir noch die Telefax Nummer der zuständigen Abteilung gegeben. Das Gespräch hat ohne Wartezeit 5 Minuten und 35 Sekunden gedauert und 5,14 THB circa 0,12 € gekostet. Ein Telefax hatte ich mit folgenden Text:„am 31.10.2014 hatte ich mit einer freundlichen Mitarbeiterin bei Ihnen gesprochen, es geht um einen Kontoauszug nach der Auflösung des Sparbuches.Sie versicherte mir, das mir ein Auszug an meine Adresse gesendet wird, leider ist bis heute nichts angekommen. Ich hatte heute nochmals angerufen und mir wurde diesmal gesagt das ich mich direkt an ihre Abteilung mit der Telefax Nummer wenden kann. Bitte senden Sie mir eine Kopie vom Kontoauszug per Telefax oder e–mail zu. Die Sparbuchnummer 2 85.XXX.XXX 8““ wenig später an die Rufnummer +4922855005515 gesendet.
Am 28.11.2014 hatte ich erneut den Kundenservice angerufen, diesmal hatte ich interessante Informationen bekommen, so würde eine Änderung der Adresse per Telefax nicht bearbeitet, am besten man geht in die Filiale vor Ort. Ich könnte mich auch per Briefpost an die Postbank München wenden. Ich hatte dann einen eBrief der zwar unterschrieben ist aber nicht eigenhändig, sondern nur gedruckt zusammen mit Kopien vom Personalausweis, der Anmeldebescheinigung von meinem Wohnort in Spanien und eine Kopie vom Sparbuch abgeschickt.

Postbank München
Bayerstraße 49
80335 München

Im Februar 2015 hatte ich an einem Sonntag Morgen erneut angerufen, die Mitarbeiterin konnte weder meine Sparbuchnummer noch meinen Namen im System finden. Ich hatte eine Frage zu der SEPA Überweisung in Höhe von 50,– € von meinem Sparbuch am 05.09.2014. Die Überweisung kann nur an die Krossa & Co. Immobilien Verwaltung gegangen sein. Das Gespräch aus Spanien hat mit der Jazztel prepaid Karte 0,85 € gekostet und 11 Minuten 18 Sekunden gedauert. Ich hatte mich per eBrief erneut schriftlich an die Postbank München gewendet und auch die BaFin per eBrief darüber informiert.

Kulanz Erstattung

Im Februar 2015 hatte ich nur einen Tag nach meinem Anruf eine Kulanz Erstattung in Höhe von 10,– € auf meinen Girokonto bei der ING–DiBa. Die Mitarbeiterin konnte aber nach eigener Aussage weder meinen Namen noch meine Sparbuchnummer im System finden, wie kann ich dann eine nicht angekündigte Kulanzzahlung bekommen? Ich denke mal hier wurde ich eindeutig vom Kundenservice belogen. Ich bin mit den 10,– € natürlich auch nicht zufrieden und hatte parallel eine Anzeige wegen Unterschlagung gegen die Hausverwaltung gestellt. Die Postbank hat sich meiner Meinung nach nicht an die AGB gehalten.

BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Da meine Versuche einen Kontoauszug zu bekommem bis zum 24.11.2014 erfolglos blieben hatte ich das Verbrauchertelefon der BaFin Telefonnummer +49 228 299 70 299 angerufen, das Gespräch hat nur 4 Minuten und 4 Sekunden gedauert. Ich könnte mein Anliegen per Telefax einreichen und die Behörde wird die Postbank kontaktieren. Es gibt dafür kein besonderes Formular, da ich meine bisherigen Kontakte mit der Postbank dokumentiert hatte werde ich die einreichen. Ein Telefax hatte ich am selben Tag noch abgeschickt.
Die BaFin hatte die Deutsche Postbank AG kontaktiert und folgende Auskunft erhalten:„bezüglich der Auszahlung der 50,00 Euro teilen wir mit, das wir entsprechend unserer Vertragsbedingungen nicht verpflichtet sind die Verfügungsberechtigung des Sparbuchinhabers bei Vorlage des Sparbuches zu prüfen.“ Ich übersetze das einmal auf DEUTSCH, jeder der ein Postsparbuch findet kann sich den Betrag auszahlen lassen.
Ich habe nur die Möglichkeit mit Hilfe eines ordentlichen Gerichts meine Forderungen an die Postbank AG durchzusetzen. Als Anlage hatte ich 8 Seiten Fotokopien bekommen, auch den Brief der Hausverwaltung das Konto aufzulösen, es ist hier nicht erschichtbar das ein Überweisungsauftrag in Höhe von 50,– € auf ein anderes Konto getätigt werden soll.
Ich bin mit dem Service von der BaFin sehr zufrieden und habe mich dafür auch per Telefax bedankt, ich kann jedem nur raten sich im Streitfall an diese Behörde zu wenden.

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Graurheindorfer Straße 108
53117 Bonn

Postanschrift
Postfach 1253
53002 Bonn

Telefon +49 228 4108 – 0
Telefax +49 228 4108 1550
e–mail poststelle@bafin.de
http://www.bafin.de

Kontoauszug

Der Kontoauszug wurde mir nach mehrmaliger Aufforderung im Dezember 2014 per Briefpost an meine Anschrift in Madrid geschickt. Das Konto wurde am 05.09.2014 geschlossen und am gleichen Tag wurden 50,– € per SEPA Überweisung abgebucht, der Empfänger ist nicht sichtbar. Der Restbetrag wurde ausgewiesen aber nicht als Überweisung dargestellt, der Saldo betrug 0,– €.

Verfügungen

Die Postbank zahlt das Guthaben des Postsparbuches an den Einsender ohne Prüfung aus. Es findet keine Prüfung statt ob der Vorleger des Sparbuches zur Verwertung der Mietsicherheit berechtigt ist. Das wurde mir in einem Schreiben der Deutschen Post AG auch nochmal bestätigt, Details dazu im Punkt BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Kontovertragsauflösung

Die Kontovertragsauflösung, also die Schließung des Sparbuches kann nur vom Kontoinhaber beauftragt werden. Das muss mit einem schriftlichen Auftrag und der Einsendung des Sparbuches an die ausgebende Filiale gemacht werden. In den AGB findet sich unter Sparverkehrsbedingungen der Postbank 1 Spareinlagen 4 Rückzahlungen der Punkt (3) mit folgenden Text:„Rückzahlungen werden nur an denjenigen geleistet, der im Sparbuch als Sparer eingetragen ist, oder an einen Vertretungsberechtigten, wenn dies vereinbart ist.“

Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate.

Kostenlose Alternative

Die Alternative zum Mietkaution–Sparbuch 3000 plus von der Postbank gibt es bei der ING–DiBa. Die erfolgreichste Direktbank in Deutschland bietet ein Mietkautionskonto an, das normale Sparbuch entfällt und es gibt noch weniger Papierkram. Es ist nicht erforderlich ein Girokonto zu eröffnen und es fallen keine Gebühren an. Ich habe nur positive Erfahrungen mit diesem Mietkautionskonto und kann es ohne Einschränkungen empfehlen, hier der komplette ING–DiBa Bericht.

Kundenservice

Die Auskünfte vom Kundenservice am Telefon sind widersprüchlich und somit falsch, es macht im Prinzip keinen Sinn dort anzurufen. Ich wurde nachweislich auch belogen, da ich mir Gesprächsnotizen machen kann ich das belegen, natürlich ist das nicht rechtsverbindlich und somit dienen diese Aufzeichnungen nur mir persönlich als Gesprächsnotiz.

Kontakt

Telefon +49 228 5500 5536 zum Festnetztarif 24 Stunden täglich zu erreichen.

Adresse

Deutsche Postbank AG
Friedrich–Ebert–Allee 114 – 126
53113 Bonn

Internet

https://www.postbank.de

Fazit

Die Bank macht mir das Leben schwer und ist nicht für’s Leben, das Sparbuch eröffne ich in Berlin, es wird in München geführt, die Hauptverwaltung sitzt in Bonn und die Gutschrift kam aus Frankfurt. Das allein sind schon Anzeichen für ein unseriöses Unternehmen welches durch viele zuständige Stellen die Verantwortung verschleiert. Ich habe hier nur Probleme mit der simplen Anfrage eines Kontostandes, unglaublich, ich kann jeden nur raten kein Kunde bei der Postbank zu werden.